Europa versus Nationalismus

Auf der Rückfahrt von Wien, kurz nach den Bundespräsidentenwahlen, las ich die Broschüre von Evelyn Roll "Wir sind Europa!" Nach den zum Teil deprimierenden Diskussionen, dem Anblick von Plakaten und Anhören von Gesprächen in meiner "Heimatstadt" hat mich Rolls Argumentation sehr animiert. Ihr Plädoyer ist differenziert, sie beschönigt die EU nicht, aber ja doch, wir müssen was für Europa tun.

Und so kam ich auf die Idee, auf meinem Balkon anstelle der gehäkelten Österreich-Fahne (Überbleibsel der FussballWM, bei der die Ösis nicht dabei waren) eine Europa-Fahne aufzuhängen. Ich ging zur Vertretung des europäischen Parlaments in der Friedrichstrasse und fragte, ob sie dort sowas hätten. Nein, solche "gadgets" bekäme ich vielleicht im Souvenirladen, sagte die Dame am Begrüßungsschalter. Ich habe sie belehrt, dass es in Zeiten des Nationalismus gute Gründe gäbe, Europa- statt Nationalflaggen aufzuhängen, das fand sie eine gute und versprach, sie weiterzugeben.

Inzwischen haben wir uns an Varianten versucht s.u. (c) HR. Vorerst flattern auf meinem und einiger Freunde Balkon die blauen Papierfähnchen mit Sternen, die ich um die Ecke in einem Laden für Dekorationen (ganz hinten) fand. (Natürlich kann man auch Stofffahnen in einschlägigen Läden kaufen, aber die sind derzeit schwarz-rot-gold überfüllt).

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