Testudo volans, die fliegende Schildkröte

Die fliegende Schildkröte verknüpft Erdenschwere (down to earth) mit luftiger Leichtigkeit und Langlebigkeit mit Mobilität. Sie hat im Alten Ägypten und in der Antike zu allerlei Metaphern verführt, Warnungen und Weisheitslehren wurden ihr angedichtet. “Testudo volans”, so ihr lateinischer Name, war Symbol für das Unmögliche, aber vieles, das den alten Griechen unmöglich erschien, ist machbar geworden. Jahrelang fungierte sie als Maskottchen jener Zeitschrift, die verschiedene wissenschaftliche Disziplinen verknüpfen und ins Gespräch miteinander bringen wollte (vgl. “Gegenworte – Hefte für...

2. Juni 1967 - 2. Juni 2017

Rede vor der Deutschen Oper

Type: 

Publishing date: 

Dezember 2017

Edition: 

Rundbrief

Publisher: 

Geschichtswerkstatt

Published in: 

Rundbrief der Geschichtswerkstatt

Veranstaltung zu 50 Jahre Anti-Schah-Demonstration, organisiert von der Geschichtswerkstatt Berlin

 

 

2. Juni 1967 - 2017

Es ist offenkundig eine Alterserscheinung, dass ich jetzt als Zeitzeugin tituliert und eingeladen werde. Ja, ich war vor 50 Jahren (!) dabei, mein nachhaltigster Zeuge ist ein Brustwirbel, der bis heute schmerzt. Ich hatte mich noch...

Congress mit Damen. Europa zu Gast in Wien 1814/1815

Nach dem großen Aufbruch Ende des 18. Jahrhunderts, Individualismus, Freiheit, ein bisschen Gleichheit, die übr die französischen Grenzen hüften, kam der lange Krieg. Und dann der Wiener Kongress, bei dem die Welt, nicht nur die europäische, neu geordnet wurde. Napoleons Hinterlassenschaft sollte verteilt werden, wien wurde zur Hauptstadt Europas - und Frauen spielten keineswegs nur als Mätressen, sondern als kluge, informierte, gebildete Mitspielerinnen eine wichtige Rolle.

"Der argentinische Krösus. Eine Wirtschaftsgeschichte der Frankfurter Schule." von Jeanette Erazo Heufelder

Klug, kompetent, mit vielen Informationen über den linken Mäzen Felix Weil, der erst in den 1920er Jahren viele linke Projekte unterstützt hat, die Frankfurter Schule mitbegründet, d.h. initiiert und finanziert hat, der mit George Grosz, Eisenstein und vielen anderen befreundet war, sich wegen der herausgabe der MEGA mit Moskau angelegt hat und dafür sorgte, dass das Frankfurter Institut in den USA überleben konnte. Und meist in den Geschichten über Adorno, Horkheimer usw. unterschlagen wird. Gut geschrieben, eine beispielhafte Zusammenfügung von Sozial-, Kultur- Wirtschaftsgeschichte und...

nach langer Pause

Vor einem oder zwei oder eindreiviertel Jahren wollte ich mich neu erfinden. Seit der Neuseelandreise hatte ich diese Idee einer transicion. Aus dem Projekt ist - vorerst - nichts geworden, wenngliech die Zeit wohl nötig war, um ein wenig, nicht zuviel, zur Ruhe zu kommen. Nach langer (relativer) Stille ging es wieder los:

Europa versus Nationalismus

Betrifft: http://www.ullsteinbuchverlage.de/nc/buch/details/wir-sind-europa-978355... "Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Nationalismus. In fast jedem europäischen Land marschieren sie jetzt: Die Populisten. Mit nationalistischen Abschottungsphantasien, Verschwörungstheorien und Scheinlösungen sammeln sie die Stimmen der Verunsicherten und Denkfaulen. Sie wollen vor allem eins: An die Macht. Und dann? Europa abschaffen."

Köln, meine Ängste und Hoffnungen

Es bleibt spannend und ich bin neugierig, wie die Geschichte ausgehen wird. Da ich gerne optimistisch bin, wünsche ich dem älteren Herr „türkischer Herkunft“, dass seine Idee gehört wird. Er wartet auf eine Demonstration junger muslimischer Männer, die gegen die Übergriffe in Köln auf die Straße gehen und für zivile Umgangsformen demonstrieren. Zarte Ansätze, dass sich sein Wunsch erfüllen könnte, gibt es bereits: http://www.heise.de/tp/artikel/47/47080/1.html Rowdies, Diebe und frauengrabschende Bahnhofstäter bedrohen nicht nur junge Frauen, den deutschen Rechtsstaat und die...

Ich mache etwas mit Kunst

Vermutungen über Attraktivität, Nutzwert und Chancen einer prekären Existenz

ISBN: 

978-3-85458-169

Physical description: 

Zeitschrift

Type: 

Publishing date: 

11/2015

Edition: 

Heft Nr 169

Publisher: 

Wespennest

Published in: 

Mensch und Maschine

Publishing House: 

Beobachtungen während meiner Gastprofessur in Wien, Wintersemester 2014/15

Ein Vorbild für Mark Zuckerberg

Date: 

30.11.2015 - 17:00
Es gibt noch seltene, einmalige Aktionen: eine “ganz gewöhnliche Frau”, Margaretha Lupac, Angestellte in einem österreichischen Wirtschaftsverlag und überzeugte Demokratin, erbte Geld und Häuser. Sie wollte weder in eine Villa umziehen, noch teure Reisen machen, sondern vermachte (1999, sie war Jahrgang 1910) ihr Vermögen in Höhe von 1,5 Millionen € dem österreichischen Parlament. Ihre Auflage hieß, Österreich müsse demokratisch bleiben und das Geld solle für die Festigung und Förderung der Demokratie verwendet werden. Daraus entstand die nach ihr benannte Stiftung, die Preise an...

Verleihung des Theodor Kramer-Preises

Date: 

10.09.2015 - 19:30
Der Preis wird im September verliehen und es gibt vier verschiedene Orte, an denen aus diesem Anlass erzählt, diskutiert und wahrscheinlich auch ermahnt wird. Keine salbungsvollen Reden, sondern eher Fragen ans Heute (so jedenfalls stelle ich mir das vor): Samstag, 12. September um 19 Uhr im Pfarrsaal Niederhollabrunn zusammen mit Gabriele Matzner, Botschafterin a.D. und Freundin sowohl der Theodor Kramer-Gesellschaft wie auch mir. Donnerstag, 10. September um 19.30 bei ESRA in 1020 Wien, Tempelgasse 5 wird Christoph Reinprecht, der Kollege (und "Lehrmeister") aus der Zeit beim Wiener...

Theodor Kramer-Preis 2015

Date: 

10.09.2015 - 19:30
Die Theodor-Kramer-Gesellschaft hat beschlosssen, mir den Preis für 2015 zuzuerkennen: http://theodorkramer.at/tkg/theodor-kramer-preis/preistraeger-innen/2015-hazel-rosenstrauch/ Verleihung und Veranstaltungen zwischen 10. und 17. September in Wien, Niederhollabrunn (wo Kramer herkommt), Salzburg und Linz Vorläufiges Programm: Donnerstag, 10. September um 19:30 Psychosoziales Zentrum ESRA, Tempelgasse 5, 1020 Wien Lesung: Hazel Rosenstrauch Laudatio: Ao. Univ.-Prof. Dr. Christoph Reinprecht Musik: Maren Rahmann, Rudi Görnet Samstag, 12. September um 19:00 Pfarrsaal Niederhollabrunn...

Last minute

Date: 

30.06.2015 - 20:30
Herzliche Einladung: B U C H H Ä N D L E R K E L L E R Carmerstr. 1 - parterre, nahe Steinplatz, 10623 Berlin-Charlottenburg Dienstag, 3o. Juni, 2o.3o Uhr Hazel Rosenstrauch liest aus ihrem im Czernin Verlag erschienenen Buch Congress mit Damen. 1814/15: Europa zu Gast in Wien Moderation: Lore Kleinert Den Damen der Wiener Hocharistokratie und der „Zweiten Gesellschaft“ fiel während des Wiener Kongresses eine wichtige Aufgabe zu. Zu ihren Salons oder auch Boudoirs wurden Kontakte geknüpft und Formulierungen erprobt, Intrigen gesponnen und Geheimnisse verbreitet. Die Soiréen, Bälle und...

Europa! Europa?

Date: 

26.04.2015 - 11:00
Ja, der Wiener Kongress bietet sich auch für Verbindungen zu aktuellen Fragen über Europa an. So sehen es die Veranstalter der monatlichen Podiumsdiskussionen im Wiener Burgtheater. Mal sehen, was ich dazu beitragen kann. Siehe Spielplan Burgtheater 26. April 2015 Beginn: 11.00 Uhr Karten online kaufen telefonisch bestellen Empfehlen ‹Europa im Diskurs - Debating Europe › Der Wiener Kongress und die Folgen Vor zweihundert Jahren fand der Wiener Kongress statt und damit die Neuordnung Europas. Es begann, was Henry Kissinger als die längste je gekannte Friedensperiode in Europa bezeichnet hat...

Sowjetisierung

Es geht ein böses Wort im Westen um, keineswegs nur in deutschen Landen: Sowjetisierung der Gesellschaft. Bekanntlich hat der Kapitalismus gesiegt, er entwickelt sich rasend – in doppeltem Sinn. Das Kapital rast um den Erdball, wer hat dem wird gegeben. Es gibt allerdings Bereiche, die auf eine Adaption sozialistischer Errungenschaften schließen lassen. In Universitäten, öffentlich-rechtlichen „Anstalten“ und wo sonst (noch) Steuermittel investiert werden, regieren zunehmend Funktionäre anstelle von inhaltlich kompetenten oder gar leidenschaftlichen Individuen. Sie funktionieren und führen...

Ossi-Wessi neu verpackt

Derzeit ist - datumsbedingt - viel von Ossis und Wessis, Angleichung und Differenzen die Rede. Ob es noch Unterschiede gibt oder wo und wie sich die Post-DDR-Generation fühlt. Das Wort Revolution wird oft verwendet und das Freiheitsbestreben, das bei den Montagsdemos in der DDR geboren wurde. Vor einem Monat war ich in Wien bei der Feier der dortigen deutschen Botschaft zum "Tag der Einheit", ein Freund hatte mich mitgenommen, das Ereignis fand im luxuriösen Palais Liechtenstein statt, das durchaus sehr große Palais war voll, für Diplomaten, Politiker und Militärs ist der deutsche...

Iris Berben liest Manja

Es ist eines dieser mittelgroßen Wunder. 1984 eröffnete die wagemutige Kleinst- und Alleinverlegerin Lisette Buchholz ihr Programm mit einem Roman, den eine hierzulande „weitgehend“ unbekannte Autorin im englischen Exil verfasst hatte. Das Buch war 1938 bei Querido in Amsterdam erschienen. Für Menschen dieses Jahrhunderts, denen der zweite Weltkrieg so fern ist (über den ersten sind wir alle in diesem Jahr gründlich informiert worden): bei Querido in Amsterdam erschienen Bücher, die in Deutschland nicht erscheinen konnten. Erstens, weil sie antifaschistisch und zweitens, wenn sie von Juden...

Frankfurter Buchmesse

Die Luft ist schlecht oder es zieht. Das kulinarische Angebot diesmal ein wenig besser als in früheren Jahren - so man drankommt. Die Lesungen sind ein Härtetest für die Autoren + -innen, weil der Lärmpegel rundherum hoch ist, aber man geht auch nicht dorthin, um zuzuhören.An der jeweiligen Größe der Stände lässt sich gut erkennen, wie weit die Konzentration der Verlage schon gediehen ist, wer zu wem gehört, auch wenn der alte Name des Verlags noch Unabhängigkeit suggeriert. Es gibt dabei viele Varianten, ganz Gekaufte, In-prints, technisch zusammengelegt, programmatisch frei usw. Die weit...

Congress mit Damen

1814/15: Europa zu Gast in Wien

ISBN: 

978-3-7076-0506

Type: 

Publishing date: 

01.10.2014

City: 

Publisher: 

Czernin-Verlag

Publishing House: 

Das Buch handelt auch, aber nicht nur von den Frauen, die eine durchaus wichtige Rolle bei dem Kongress gespielt haben.

Die Nebenfiguren und Schauplätze am Rande, der Aufstieg der Mittelschicht, die Veränderung der Stadt, die Beschlüsse, die wie ein Monopoly-Spiel klingen und nicht...

Wozu Geschichte?

Date: 

18.10.2014 - 16:00
Samstag, 18. Oktober findet in Wien im ehemaligen Sempterdepot, Lehargasse 6-8 in A 1060 Wien ein "offenes Gespräch" mit Menschen unterschiedlicher Herkünfte und Altersgruppen zum Thema Geschichte - wozu, von wem, welche und wofür - statt. Die Teilnehmerinnen und -nehmer stehen noch nicht endgültig fest, ich moderiere und stelle die Fragen. Interessierte (gibts da auch eine weibliche Form?) sind nicht nur willkommen, mich interessiert auch vorweg, wer sich mit der Frage rumschlägt und welche Assoziationen und Gedanken im Kopf der "U30" (unter Dreißigjährigen) aufsteigen, wenn man ihnen sagt,...

Congress mit Damen

Date: 

14.11.2014 - 17:00
Es ist da! Am 1. Oktober wurde das neue Buch in Wien vorgestellt, es ist hübsch geworden, die Präsentation mit Günther Kaindlstorfer war ein Vergnügen, jetzt sollte es bereits im Buchhandel erhältlich sein. Über Kommentare (und Einladungen) freue ich mich. Am 14. 11. werde ich im Rahmen der Buch-Wien mit Reinhard Stauber bzw. er mit mir über den Wiener Kongress diskutieren, er hat im Böhlau-Verlag ein Handbuch zur politischen Geschichte des Wiener Kongresses herausgegeben: Freitag, 14.11., 17 Uhr Dachfoyer, Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Minoritenplatz 1 Hazel Rosenstrauch und Reinhard Stauber...

Kamingespräch mit Musik

Date: 

21.09.2014 - 16:00
Zusammen mit Clemens Goldberg werde ich über das Verhältnis Sachsen und Preußen unter besonderer Berücksichtigung des Musiklebens sprechen: Kamingspräch mit Kammermusik findet am 21. September 2014 auf dem Landgut A. Borsig statt: http://www.havellaendische-musikfestspiele.de/ So. 21.09.2014, 16:00 Uhr, Landgut A. Borsig Preußen-Sachsen-Brandenburg – “Trauma Sachsen” Dr. Clemens Goldberg (Kulturradio RBB) und Dr. Hazel Rosenstrauch (Kulturwissenschaftlerin) a Musik: Goldberg-Trio Musikalisches Programm: Werke von Graun, Hasse u.a. Preis VVK 32,- / AK 35,- EUR

Alfred Polgar über Klimawandel

"... Im Mai war lange Zeit April, dann kam gleich August; Jahreszeiten und Monate gehen, wie Knöpfe und Knopflöcher einer falsch zugeknöpfen Weste, nicht recht zusammen und zu Silvester wird gewiß was fehlen oder überzählig sein. einen Lenz gab es heuer nicht, er wurde zwischen Winter und Sommer totgedrückt wie die Mittelparteien in der Politik. Überall siegt der Radikalismus. Nur eine kleine Klang-Modulation unterscheidet ihn von der ridiculs mus, dem bekannten Kind kreißender Berge. Wegen des auftretens der Bisamratte aber sind dieBäder im Donaustrom noch gesperrt. Leider, denn die Hitze...

Congress mit Damen

1814/15: Europa zu Gast in Wien

ISBN: 

978-3-7076-0506

Physical description: 

hardcover + e-book

City: 

Publisher: 

Czernin-Verlag

Publishing House: 

Napoleon war besiegt, der Kuchen konnte aufgeteilt werden - nicht nur seine europäischen Eroberungen, es ging auch um die Seewege und Kolonien. Nach über 20 Jahren Kriegen in wechselnden Allianzen wurde - mit vielen Streits und Kompromissen - immerhin Frieden geschlossen. Der Wiener Kongress...

Habsburgs jüdische Soldaten

Rezension erschienen im Freitag vom 21. August 2014 Unerwartete Emanzipation Studie Wie angesehen Juden in der Armee der Habsburgermonarchie waren, belegt Hofrat Erwin A. Schmidl Es gehörte zum Stolz der Zionisten und gehört noch immer zum stolzen Selbstverständnis von Israelis, dass Juden gute Soldaten sein und kämpfen können. Das Gewicht, das an dieser Hervorhebung hängt, hat mit einem wirkungsmächtigen Bild zu tun, das die Angehörigen dieser Minderheit als feige und schwächlich und Vaterlandsverräter sowieso charakterisiert hat. Der Militärhistoriker Erwin A. Schmidl, der vermutlich beste...

Kaiser von Amerika

Schon vor drei Jahren erschienen und inzwischen als Taschenbuch erhältlich: Martin Pollack: Kaiser von Amerika. Die große Flucht aus Galizien . Er erzählt über Prostitution, Schlepper, all die Gefahren und Enttäuschungen an den Grenzen. Immer gibt es auch Betrüger, die die Allerärmsten ausnehmen, korrupte Beamte und brutale Polizei, viele Mittler und Agenten, die an der Auswanderung verdienen - die großen Schifffahrtsunternehmen eingeschlossen. Auch daran denke ich, wenn ich von heutigen Flüchtlingen lese. Damals sind sie von Europa nach Nord- und Südamerika ausgewandert.

böses google?

auch ich möchte weg von google-amazon-bertelsmann & co. Die Kontrolle, das (Aus)Nutzen der Daten für gezielte Werbung und die einseitige Transparenz, die nur die Nutzer, nicht aber die Konzerne durchsichtig macht, all das ist beängstigend. Aber. Es wird zwar viel darüber geschrieben, kaum je taucht der Tipp auf, dass die user lernen könnten, kritisch damit umzugehen. Ist der Gedanke, dass Menschen nach-denken, überlegen knnten, so weit in die ferne gerückt? Man weiß doch, dass überall Werbung hängt, dass Fussball und Olympia, Gedenkfeiern und Umzüge nicth aus selbstlosen oder gar...

Idiotisierung von oben

Wir saßen mal wieder so fröhlich beisammen, als eine Freundin von den Anweisungen ihres Chefs erzählte. Sie arbeitet im Berliner Heimatfunk, der öffentlich finanziert wird und irgendwann vor langer Zeit den Auftrag hatte, das Volk zu bilden. Der Chef gibt keine Befehle, sondern Empfehlungen, und wer sich nicht fügt, darf um seinen Arbeitsplatz fürchten. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird empfohlen, sich kurz zu fassen, man solle nicht zu ausführlich berichten, keine Ironie und nur nichts Abstraktes. Die Texte sollen leicht und abwechslungsreich sein, vor allem darf man nicht...

Congress mit Damen

Date: 

01.10.2014 - 19:00
Vorige Woche habe ich das Manuskript für das neue Buch "Congress mit Damen" fertiggestellt, samt Anmerkungen und Literaturverzeichnis der Lektorin übergeben und nun hoffe ich, dass nichts mehr zu tun ist. Das Buch erscheint im Herbst im österreichischen Czernin-Verlag ( www.czernin-verlag.com ) Der genaue Titel: Congress mit Damen. 1814/15: Europa zu Gast in Wien. Es wird am 1. Oktober in der Wien-Bibliothek im Wiener Rathaus präsentiert. Die definitive Uhrzeit wird noch bekanntgegeben.

Sachsen-Preußen beim Wiener Kongress

Date: 

25.05.2014 - 16:00
Am 25. Mai werde ich in Saxdorf im Rahmen der "18. LiteraTour zwihen Elbe und Elster" einen Vortrag halten. Es geht um den Wiener Kongreß und angesichts von Ort und Rahmenhandlung, unter besonderer Berücksichtigung der Konflikte um Sachen und Preußen. Beginn 16 Uhr in der Galerie Saxdorf, Hauptstasse 5, das ist in der Nähe der Kirche und Saxdorf liegt bei Herzberg.

Mit Humboldts in Köln

Date: 

09.04.2014 - 19:00
Am 9. April erzähle ich im Italienischen Kulturinstitut in Köln Geschichten über Caroline und Wilhelm von Humboldt in Rom Betreff: Einladung zum Vortrag "Wilhelm und Caroline von Humboldt in Rom" Mittwoch, 9. April 2014, 19.00 Uhr, im Institut Wilhelm und Caroline von Humboldt in Rom Vortrag von Hazel Rosenstrauch (Berlin) „Wahlverwandt und ebenbürtig“ leben Wilhelm und Caroline von Humboldt von 1802 bis 1808 in Rom. Er als preußischer Gesandter am Heiligen Stuhl im gerade wieder hergestellten Kirchenstaat, sie als gebildete und charmante Gastgeberin für deutsche Künstler und durchreisende...

Kontrolle durch die Banken

Auf leisen Sohlen kommt eine neue Verordnung, die den Banken die Aufgabe zuteilt, Kirchensteuer einzuziehen. Ich zahle keine, bin auch in keiner Kirche, aber wenn statt Kontrolle der Banken die Banken kontrollieren, wer welcher steuerhebenden Religionsgemeinschaft angehört und das Geld automatisch einziehen dürfen, so ist das doch merkwürdig. Die Mitteilung steht auf einem dieser Bankauszüge, die man meistens nicht liest. "Zur Vorbereitung des Kirchensteuerabzugs sind wir gesetzlich verpflichtet, einmal jährlich beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) für alle Kunden die...

Chodorkowski, Ernst Keil +Georg Hermann

Vor 155 Jahren, nachdem die 1848er Revolution niedergeschlagen worden war, landeten viele Demokraten, Liberale oder Leute, die von Neidern denunziert wurden, in den Gefängnissen. Ein Sympathisant der Revolution war Ernst Keil, der sich in seiner Jugend für alles Revolutionäre erwärmt hatte und 1845 ein Verlagsunternehmen gründete. Er gab die Zeitschrift "Der Leuchtturm" heraus, die wegen der Verfolgungen oft umbenannt wurde, schrieb Artikel und Pamphlete und musste mehrmals den Verlagsort wechseln, weil seine Blätter verboten wurden. Er war Chronist der Ereignisse in Frankfurt und trat u.a...

Wortbedeutungswandel

Dass man heute bei Maus nicht an die kleinen grauen Tierchen und bei Netz nicht an Fischer denkt, ist banal. Aber neulich habe ich - aus gegebenem Anlaß ( Heimat + Haym@ ) - das Wort "homeland" gegoogelt. Und da stand nichts oder erst sehr spät über die eingezäunten Wohnbereiche für Schwarze während des Apartheid-Regimes. Die "Fundstellen" verweisen auf eine sehr beliebte amerikanische TV-Serie. Beim Wort "heimatlose Gesellen", schon bei Bismarck das Schimpfwort für Sozialdemokraten, später auch für Kommunisten, Internationalisten und natürlich auch Juden. Heute: Nichtsesshafte. Ist das...

Peter Henisch-Colloquium in Wien

Date: 

01.10.2013 - 20:30
Peter Henisch hat viele Bücher geschrieben und wird 70 Jahre alt. Er ist - unter anderem - ein Chronist "unserer Zeit", die Nachkriegsjahre in Wien, die Sechzigerjahre, die Verklemmungen und Befreiungsversuche. In der Alten Schmiede findet ein Colloquium statt, vom 30. 9. bis 3.10. Am 1. 10. darf ich zwei seiner Bücher kommentieren, oder was dazu erzählen. S. Literaturprogramm Oktober

Maja Haderlaps Engel des Vergessens

Mit der üblichen Verspätung (ich lese Bücher selten,wenn sie "frisch" sind, erst recht, wenn sie den Ingeborg-Bachmann-Preis bekommen haben, aber dieses empfehle ich allen, die nicht nur an Geschichten, sondern auch an Sprache interessiert sind. Maja Haderlap erzählt von den Kärntner Slowenen, während des 2. Weltkriegs und auch danach, in einem Frieden, der den Kampf gegen die "Tschuschen" in eben jenem südlichen Bundesland weiterführt, das durch seine rechte Politik bekannt geworden ist. Nicht nur das Thema, sondern das "wie" hat mich fasziniert: wie sie Ängste und Trotz, Zuneigung und Tod,...

Besuch in Tangermünde

Date: 

20.07.2013 - 16:30
Sonnabend, 20. Juli fuhr ich nach Tangermünde. Hinfahrt mittags, der Zug war voll, nach mehreren Telefonaten gelang es mir, von Genthin abgeholt zu werden - es ist nämlich nicht einfach, ohne Auto in dieses hübsche Städtchen zu kommen, hätte laut DB-Fahrplanauskunft fast 3 Stunden gedauert. Auf der Fahrt noch etliche Spuren des Hochwassers. Ich war schon öfter in der Prignitz und deshalb angenehm überrascht: Tangermünde ist schön, gründlich renoviert, viele Lokale, Eisdielen, Cafes usw., da hatte ich schon anderes erlebt. Grund des Ausflugs war ein Konzert der "Musica Affettuosa Borussica",...

Eitelkeit. Ein spärlicher Name für einen überquellenden Inhalt

Ein spärlicher Name für einen überquellenden Inhalt

ISBN: 

978-3-902871-37

Physical description: 

kartoniert

Type: 

Publishing date: 

2013

City: 

Publisher: 

hochroth

Publishing House: 

Kulturpublizistische Annäherungen, dh es geht einerseits um die Frage, was Kulturpublizistik ist und andererseits um das Thema Eitelkeit - dem Stoff, an dem die Methode vorgeführt wird.

bestellbar unter: http://...

Interkulturelle Schreibwerkstatt

Date: 

22.08.2013 - 18:00
Am Donnerstag, den 22. 8. 2013 leite ich, unterstützt von Peter Gößwein, eine “interkulturelle Schreibwerkstatt” für Studierende aus verschiedenen Ländern. Sie ist Teil der interdisziplinären Sommerakademie Bremden zum Thema “Sprache und Kolonialismus”, organisiert von Prof. Ingo Warnke an der Universität Bremen, Abteilung Deutsche Sprachwissenschaft – Interdisziplinäre Linguistik. Eine ähnliche Veranstaltung im vorigen Jahr war nicht nur erfolgreich, sondern hat den Beteiligten offenkundig auch Vergnügen gemacht.

Gastbeitrag: Snowden und die Zukunftsbewältigung

Gabriele Matzner Snowden und Zukunftsbewältigung Moderne Technologie ermöglicht es offenbar, flächendeckend buchstäblich jeden Erdenbewohner zu bespitzeln und das Ergebnis auf lange Zeit zu speichern. Gehen Sie also davon aus, dass Väterchen Staat mithört und –liest, wenn Sie mit Familienmitgliedern, Freunden, Kollegen und Fremden z.B. eine Geburtstagsfeier oder eine Urlaubsreise planen, Interna aus Ihrem Büro besprechen oder politische Fragen diskutieren, über internet oder mit Kreditkarte eine elektrische Zahnbürste, einen Gelsenstecker, eine CD oder ein Buch besorgen, sich in die Hände...

Gedenken, Erinnern, Vergessen - Überprüfen, Sortieren, Erneuern

Reihe: 

Type: 

Publishing date: 

2013

City: 

Edition: 

Erstauflage

Publisher: 

Hazel Rosenstrauch

Im Rahmen der Woche der Brüderlichkeit 2013, Veranstaltungsreihe "Sachor. Der Zukunft ein Gedächtnis", Hg.gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Kassel e.V.

Gedenken, Erinnern, Vergessen – Überprüfen, Sortieren, Erneuern

 Wir leben in einer hochspezialisierten Gesellschaft und so sind auch Spezialisten, Institute, Studiengänge, Schul- und Lehrbücher, Lexika, Ausstellungen und Vereine,...

Unpolitische Jugend?

Oft hört man die Klage, die Jugend sei so unpolitisch, sie wählen nicht und wollen die Demokratie nicht mitgestalten. Und nun zeigt sich anhand der österreichischen Initiative „Der Wandel“, wie schwer es engagierten jungen oder auch nur geistig jungen Menschen gemacht wird. De Zeit, um die nötigen Unterschriften zu sammeln, ist sehr knapp bemessen, die Hürden für Unterstützer sind hoch. Wer immer dies liest, österreichische(r) Staatsbürger(in) mit Wohnsitz in Austria ist, kann sich unter www.derwandel.at informieren und sich vielleicht sogar mit all den nötigen Unterlagen zu seinem...

Noch ein Jubiläum

Vor 75 Jahren, vom 6 - 15. Juli, fand in Evian eine Konferenz aller wichtigen Staaten – mit Ausnahme Deutschlands – statt. Es ging nämlich darum, irgendeine gemeinsame Aktion zu starten, um den Flüchtlingen aus Deutschland zu helfen. Es wurde viel beraten und diskutiert. Ein wenig wurden die Quoten für Einwanderer erhöht, aber letztlich wollte niemand Juden, noch mehr Juden, weitgehend mittellose Juden aufnehmen. Das Misslingen dieser Hilfsaktion war eine große Ermutigung für Hitler. Er wusste seither, dass er mit seinen antisemitischen Kampagnen auf keinen großen Widerstand stoßen würde. Man...

Haym@gefühle für und in Europa

Reihe: 

Physical description: 

pdf

Type: 

Publishing date: 

2013

City: 

Edition: 

Erstauflage

Publisher: 

HR

Published in: 

Fliegende Schildkröte Online Publications

Publishing House: 

Vortrag gehalten an der PH Baden/Niederösterreich am 1. 7. 2013 im Rahmen des Symposiums

 

 Mich interessiert, wie man von Europa erzählen kann, ohne zu lügen, wie man sich, gerne mit Stirnrunzeln und vielen Fragen, zwischen Adria und Kaukasus, Sizilien und Rejkavic „zugehörig“ und soweit verantwortlich fühlen könnte, dass man Lust hat, zum Erhalt seiner Reichtümer (und ich spreche...

Scharfrichter zum Zweiten

Das Scharfrichter-Treffen war nicht nur interessant und anregend, sondern auch schön. Viele nette Leute, deren Vorfahren Scharfrichter, Wasenmeister oder auch Hexen waren, die zum Teil intensiv in ihrer Region forschen und sich dann darüber austauschen. In der Literatur fand ich immer wieder den Hinweis, es gebe keine oder kaum regionale Forschungen über Scharfrichter. Das stimmt nicht. Aber es sind oft keine Akademiker, die Ergebnisse werden in Lokalzeitungen oder Heimatblättern veröffentlicht, drum dringen sie nicht in Bibliographien vor. Herr Belthle ist die Spinne oder auch der Spin in...

Anton Tantner auf H-Soz-Kult über meinen Henker

Eine wunderschöne Rezension, ich fühle mich verstanden: Rezensiert für H-Soz-u-Kult von: Anton Tantner, Institut für Geschichte, Universität Wien E-Mail: <anton.tantnergmail.com> Die Handschriftensammlung des in Tschechien nur unweit der bayerischen Grenze befindlichen Schlosses Kynžvart bewahrt eine vierbändige Chronik der Stadt Eger (Cheb) auf, die zum Schluss ihres letzten Bands auf 14 Folios die Autobiographie ihres Autors Karl Huß enthält. Dieser mittlerweile im Online-Portal Manuscriptorium auch digital zugängliche Text [1] ist Ausgangspunkt für die faszinierende Studie Hazel...

Eitelkeit

Date: 

23.04.2013 - 17:00
Mal was anderes und eine Folge des Preises für Kulturpublizistik: Es gebe, wurde mir gesagt, kaum Nachwuchs, der dieses Genre benutzt, deshalb wurde ich eingeladen, in Wien einen Vortrag zu halten, der sich einem beliebig wählbaren Thema widmet. Hier die Ankündigung: Eitelkeit. Ein spärlicher Name für einen überquellenden Inhalt. Kulturpublizistische Annäherungen Di., 23. 4. 2013, 17.00 Ort: Universität für angewandte Kunst Wien, Hörsaal 3 Oskar-Kokoschka-Platz 2, 1010 Wien

Warum ich Kleinverlage liebe

für Lisette Buchholz

Reihe: 

Physical description: 

virtuell

Type: 

Publishing date: 

20/03/2013

Edition: 

Erstauflage

Publisher: 

HR

Published in: 

http://hazel.rosenstrauch.com/published-medium/fliegende-schildkröte

Laudatio auf Lisette Buchholz anlässlich der Verleihung des Baden-Württembergischen Landespreises für literarisch ambitionierte kleinere Verlage

Warum ich Kleinverlage liebe. Aus Anlass der Verleihung des Baden-Württembergischen Landespreises für literarisch ambitionierte kleinere Verlage an den persona-verlag. Ich beginne, wie es sich unter Büchermenschen gehört, mit zwei Zitaten. *) Das erste ist aus dem Jahr 1785: „Sie [die Verleger]...

Buchempfehlungen: 2 x Russland

Robert Neumann, Die Puppen von Poshansk. Milena-Verlag, Wien 2012, Dieses erstmals 1952 erschienene Buch des aus Österreich nach England geflohenen Satirikers ist eines der ersten, das sich mit den Gulags im eisigen Norder der Sowjetunion auseinandersetzt. Dabei gehört Neumann weder zu den Kommunistenfressern, die beschönigen, noch zu den Linken, die verteidigen oder die Lage gesundreden. Vieles ist absurd, es hat damals auch viel Mut gekostet, so über Stalin und das Vaterland aller Werktätigen zu schreiben, ohne die Kalten Krieger zu bedienen. Also einerseits ein Zeitdokument, andrerseits...

Ist "Halb-Jude" politisch korrekt?

Gestern, bei einer Veranstaltung voll aufgeklärter Leute, erzählte eine Dame von ihrem Projekt über einen "Halb-Juden". Ich intervenierte, sagte, das sei ein Nazi-Ausdruck. Sie fragte, wegwerfend, was soll man denn sonst sagen. Den arroganten Blick werde ich in Erinnerung behalten. Gibt es auch noch Viertel- und Achteljuden? Ich muss mal die philosemitische Literatur daraufhin durchsehen. Wahrscheinlich bin ich wieder, wie eine Freundin zu sagen pflegt, "zu empfindlich". Aber wenn wir nicht mehr von Negern und gelbe Gefahr reden dürfen, sollte man bitte schön auch diesen Ausdruck vermeiden...

Zukunft der Erinnerung

Date: 

29.04.2013 - 19:00
Am Montag, 29. April um 19 Uhr halte ich in Kasssel im Rahmen der Woche der Brüderlichkeit in Kooperation mit der Volkshochschule Kassel einen Vortrag zum Thema: Gedenken, Erinnern, Vergessen – Überprüfen, Sortieren, Erneuern "Es ist kein Geheimnis, dass sich das Gedenken leicht in sinnentleerte Rituale verwandelt. Der Unmut junger oder auch nicht so junger Leute unterschiedlicher Herkunft, die oft bis zum Überdruss mit Nazi-Geschichten gefüttert wurden, ist verständlich. Pathos, Rituale und der Appell an Schuldgefühle provozieren tendenziell Abwehr. Bevor neue Entwürfe auf Fahnen geschrieben...

Neger, politisch korrekt

Bei uns in Wien hießen die Negerküsse Schwedenbomben, ob das eine Diskriminierung war, weiss ich nicht. Und in Wien habe ich oft erlebt, dass manchmal der Ton oder ein Buchstabe den Unterschied ausmacht: "Bist a Jud?" Oder "Bist Du Jude" sind zwei völlig verschiedene Aussagen. Wenn man alle LIteratur rückwärts retuschieren will, ich denke dabei auch an die Herabwürdigung von Frauen, bliebe wohl vieles nicht oder nicht vieles übrig. Es kommt wie immer auf den Kontext an. Heute hörte ich eine Sendung, in der darüber diskutiert wurde, ob man abends am Bettrand beim Vorlesen von Astrid Lindgren-...

Wie ich lernte, was akademische Hierarchie bedeutet

Anfang der 1970er Jahre unterrichtete ich gemeinsam mit einem Kollegen an der Volkshochschule Schöneberg "Deutsch fdür Türken". Damals gab es noch keine Lehrbücher, geschweige denn eine Ausbildung, wir entwickelten das gemeinsam mit den durchaus interessierten  "Gastarbeitern", auch "Gastarbeiterinnen". Dann gab es eine Ausschreibung für die Entwicklung von Lehrmaterial. Wir reichten ein. Man brauchte aber die Unterschrift eines Professors (war wohl als Qualitätssicherung gemeint). Wir gewannen den 1. Preis. Der Prof. machte das dann, aber ohne uns.

wie ich Selbständigkeit verstehen lernte

Auch in Kanada, 1960er Jahre, ich hatte zwei Ferunde, mit denen man Pferde stehlen konnte. Frank, der mir sehr geholfen hatte, arbeitete in einer Firma, die nachts Büros und Fabriken putzte. Der Chef hatte ihn beleidigt, es gab grossen Krach, Frank kündigte. Da bot ihm der Chef an, er könne sich selbständig machen. Die Selbständigkeit bestand darin, dass er ein eigenes Scheckbuch bekam und auf eigene Rechnung putzen durfte. Von Stund an hatte er keine Zeit mehr, war "wichtig", arbeitete doppelt und dreimal soviel, nahm sich eine bessere Wohnung.

Wie ich lernte, wozu Schönheit gut ist

In Kanada, ich war erst kurz in der Canadian Imperial Bank of Commerce angestellt, wurde ich auf einen Kurs zur Weiterbildung geschickt. Es ging nicht, wie ich erwartet hatte, um Bankwesen oder Buchhaltung, sondern wir, der Nachwuchs, lauter junge Frauen, kamen in einen Kosmetiksalon. Uns wurde vorgeführt, wie man sich schminkt, kleidet, frisiert. Als ich sagte "I can't see, why I should do this, I think I am beautiful enough" war das ein grosser Skandal. "Ir you don't want to improve yourself, we can't help you".

Wie ich lernte, was liberal ist

Meine ersten journalistischen Sporen verdiente ich mir bei einer Wirtschaftszeitschrift. Mein Zahnarzt hatte mich an seinen Kunden vermittelt. Der war bekannt als konservativ, fand es aber lustig, so eine kleine Rote zu engagieren. Ich war eine Art Praktikantin, bekam aber auch (wenig) Geld und wurde zu den Pressekonferenzen geschickt, bei denen es was zu essen gab. Nach zwei Monaten durfte ich erstmals für einen eigenen Artikel recherchieren. Es ging um ausländische Studenten (so sagte mandamals und Frauen waren ohnehin nicht dabei). Man denke, das war Mitte der 1960er Jahre.

Die Wissenschaft, die Liebe und "meine" Humboldts

Date: 

19.01.2013 - 20:30
Am Samstag, 19. Januar, findet in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften der sogen. Salon Sophie charlotte mit sehr sehr vielen Veranstaltungen zum Thema Liebe, genauer gesagt: Die Wissenschaft und die Liebe, statt. Details http://www.bbaw.de/veranstaltungen/2013/januar/salon2013 . Und an einem der vielen Orte (Raum 226, 2. OG) spreche ich um 20.30 mit der Humboldt-Forscherin Ute tintemann über "Wilhelm und Caroline von Humboldt. Theorie und Praxis der offenen Zweierbeziehung", wobei ich für die Praxis zuständig bin.

LinkedIn - Hilfe, ich habe ein falsches knöpfchen gedrückt

Es ist ein Netzwerk, aber ist es auch ein soziales Netzwerk? Oder eine Maschine, die durch meine Mails rast und sich nicht stoppen lässt? Oder ist's ein sozialistisches Manöver, mit dem ein dienstbarer Geist unaufhaltsam all meine Kontakte eingemeindet, registriert und zuordnet wie weiland der Geheimdienst? Ja, ich habe einen Fehler gemacht: ich habe ein falsches Knöpfchen gedrückt. Seither bekomme ich jeden Tag Mails, nicht nur vom Netzwerk, das ließe sich abschalten, sondern von Freunden und Unfreunden, die mich fragen, was das denn soll, weil sie ständig Anfragen bekommen, ob sie meinem...

Henker - Rezensionen

Für Freunde, die es nachlesen wollen, auf Widerruf, weil ich nicht sicher bin, ob ich das darf, erbitte ggf. Belehrung, dann nehm ichs wieder raus: Edelgard Abendstein: Töten mit Gefühl Hazel Rosenstrauch, "Karl Huß, der empfindsame Henker. Eine böhmische Miniatur", Matthes & Seitz, 175 Seiten Karl Huß versuchte zeitlebens, seinem verfemten gesellschaftlichen Status zu entrinnen. Neben der Scharfrichterei verlegte er sich auf die Medizin. Hazel Rosenstrauch widmet dem "empfindsamen Henker" aus Eger eine rundum überzeugende Biografie. Der Titel ist gut gewählt. Jedenfalls sichert er einer...

Empfehlung: Enkel im Theater

In der Box des Deutschen Theaters sah ich "Hans Schleif. Eine Spurensuche". Es gibt von Charlotte Salomon das Buch mit dem Titel "Leben oder Theater". Hier geht es um Matthias Neukirchs Versuch, das Leben seines Grossvaters im Theater zu rekonstruieren - oder sollte ich sagen "zu bewältigen"? Bei all meiner Skepsis - dies scheint mir eine neue Qualität, nicht zufällig von einem Enkel. Weder Betroffenheitskitsch noch Schuldgefühle, sondern eine so rationale wie emotionale Auseinandersetzung, er sucht, will wissen, trägt Informationen zusammen und stellt Fragen. Es gibt nur wenige Plätze, man...

Wiener Kongress

Demnächst jährt sich der Wiener Kongress zum 200. Mal. Da ich in der Zeit zu Hause bin und sowohl Varnhagen wie Humboldt und nicht zuletzt Metternich - drei Menschen, mit denen ich mich ziemlich intensiv beschäftigt habe - dabei waren, bin ich der Meinung, es würde sich lohnen, dieses Ereignis neu anzuschauen. Ein Schritt auf dem Weg dahin ist mein Artikel in "recherche", Nr. 2/2012 s. http://www.recherche-online.net/hazel-rosenstrauch.html

Meine Dankesrede

und weil ich auch darum mehrfach gebeten wurde hier auch meine Dankesrede anlässlich der Preisverleihung: Sehr geehrte Madame Ministre, sehr geehrte Männer und Frauen … leider bin ich hier nicht heimisch genug um alle Anwesenden namentlich begrüßen zu können, aber ich bedanke mich herzlich bei der Jury, die mich auserkoren hat, also bei Angelika Klammer, Walter Famler und Ernst Strouhal, bei Antonio Fian und den Musikern, bei den Organisatoren dieser Feier, die mir meine vielen Nachfragen hoffentlich verzeihen, bei den Freunden, die nur meinetwegen hier sitzen und zum Teil von weit her...

Die Rede von Antonio Fian

Auf mehrfachen Wunsch hier die Kopie der Laudatio von Antonio Fian, da es mit dem link nicht klappt, als Kopie: LAUDATIO HAZEL ROSTENSTRAUCH - ÖSTERREICHISCHER STAATSPREIS FÜR KULTURPUBLIKZISTIK 2012 Lied: Kollegium Kalksburg: „Mir is schon alles ganz egal“ http://www.youtube.com/watch?v=-BxggcRZVGQ Sehr geehrte Frau Bundesminister, sehr geehrte Damen und Herren, die in London geborene, in Berlin wohnhafte Hazel Rosenstrauch hat sich als musikalische Umrahmung für die Verleihung des ihr in diesem Jahr zugesprochenen Österreichischen Staatspreises für Kulturpublizistik „etwas Wienerisches“...

Preisverleihung

Am 19. November fand in Wien im Kassenraum der ehemaligen Postsparkasse, entworfen von Otto Wagner, die Verleihung des "Österreichischen Staatspreises für Kulturpublizistik" statt. Die Feierlichkeit war überraschend stimmig, unangestrengt, sogar witzig. Der Raum ist toll, die Ministerin war ungekünstelt herzlich, viele Freundinnen, Verwandte und Bekannte, z.T. aus fernen Städten angereist, freuten sich mit mir. [[{"type":"media","view_mode":"media_small","fid":"549","attributes":{"alt":"","class":"media-image","height":"75","width":"100"}}]] website des Ministeriums = http://www.bmukk.gv.at/...

Nachtrag

Am 26. Oktober konnte ich mein Buch im Buchladen Bayerischer Platz vorstellen - ein "Heimspiel", weil ich bei Jana Fritsch zum dritten Mal zu Gast war, es "meine" Buchhandlung ist und die Atmosphäre wieder sehr bücher- und autorenfreundlich war. Die Lesung wurde aufgezeichnet, s. http://buchladen-bayerischer-platz.de unter Mediathek.

Don Quixotte jagt Wikipedia

Kürzlich landete ein Artikel in meinem Fach (Nachrichten flattern nicht mehr), kopiert aus dem Handelsblatt, Marvin Oppong hat penibel aufgelistet, wie jemand seine Beiträge auf Wikipedia postet oder andere Beiträge löscht, und offenbar eigene (vom Verfasser nicht näher definierte) Interessen verficht. Er hat sich viel Mühe gegeben, IP-Adressen nachrecherchiert und die history der Artikel studiert. Und beweist oder vermutet zumindest, dass hier einer sein eigenes Süppchen kocht. Er hat seine Erkenntnis nicht als Diskussionsbeitrag ins Netz gestellt, sondern beklagt das Täuschungsmanöver im...

1. Rezension

Am Samstag, 1.9., während ich in Rotterdam war, wurde auf dradio die erste Besprechung gesendet, Edelgard Abenstein war so schnell: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/1856488/ zum anhören mit kleinen varianten: http://www.dradio.de/aodflash/player.php?station=3&broadcast=348686&datum=20120903&playtime=1346679192&fileid=36f2da48&sendung=348686&beitrag=1856488&/ wobei, liebe edelgard abenstein, ich keineswegs schreibe, Huss sei der Vorfahr aller Deutschen. Ich biete ihn an als möglichen Ahn für "verfemte oder sich verfemt fühlende Individualisten, für...

Kopf hoch, der Henker ist da!

Date: 

02.10.2012 - 19:30
Betrifft: Geburtsanzeige „ Karl Huß, der empfindsame Henker. Eine böhmische Miniatur“ ist erschienen. Huß war nicht wirklich Henker, sondern Scharfrichter, lebte von 1761 – 1836 erst in Brix, dann in Eger (Cheb) und zuletzt in Königswart (Kynžvart). Er hat geköpft und geheilt, hat Steine, Münzen und Waffen gesammelt, eine Chronik der Stadt Eger, seine Autobiographie und eine Schrift gegen den Aberglauben verfasst. Am Ende seines Lebens wurde er „ehrlich“ gemacht und starb als Kustos der Metternichschen Sammlungen. Der Essay erzählt von Stigmatisierung und Feingefühl, vom aufgeklärtem...

Preisverleihung

Date: 

20.11.2012 - 18:00
Der österreichische Staatspreis für Kulturpublizistik wird, wie bereits erwähnt (s. http://www.bmukk.gv.at/ministerium/vp/2012/20120414.xml ) in Wien am 19. November 2012 um 18 Uhr verliehen. Der Ort steht immer noch nicht fest, er kann "zu gegebener Zeit" (bei mir oder im österr. Ministerium für Unterricht und Kunst, Mag. Sonja Bognar, +43153120 6861) erfragt werden. Am Tag bzw. Abend darauf findet in der Buchhandlung Orlando, wien 9, Liechtensteinstrasse/Ecke Berggasse abends ein Gespräch mit Walter Famler über alles Mögliche und danach ein Fest statt.

Buchvorstellung "Karl Huß, der empfindsame Henker"

Date: 

02.10.2012 - 19:30
Am Dienstag, 2. Oktober 2012 wird mein neues Buch "Karl Huß, der empfindsame Henker. Eine böhmische Miniatur" in der österreichischen Botschaft vorgestellt. Beginn 19.30 Zitat Pressestelle: "Anmeldung ist unbedingt erforderlich, entweder online unter www.kulturforumberlin.at/anmeldung (möglich ab 1. September) oder 030 20287 114. Ausweis bitte mitführen."

Globalisierung am Bau

Die Fassade des Hauses, in dem ich wohne, wurde renoviert. Als die Herren (sic) fertig waren, stellte sich heraus, dass das Wasser am Balkon nicht mehr abfließt, die Befestigung für Blumen 15 cm verletzungsgefährdend nach innen strebt und: dass die Fenster zugekleistert wurden. Das wollte ich schon lange erzählen und bin nicht dazu gekommen. Gestern aber stand unangemeldet ein Trupp von vier Männern vor meiner Tür. Bewaffnet mit scharfen Maschinen haben sie ruckizucki das Geländer und die Fenster repariert, heute kommen sie nochmal, um dem Boden das nötge Gefälle zu verpassen, ich bin...

Karl Huß, der empfindsame Henker

Eine böhmische Miniatur

ISBN: 

978-3-88221-982

Physical description: 

ca. 160 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag

Type: 

Publishing date: 

2012

City: 

Publisher: 

Matthes & Seitz

Published in: 

Fröhliche Wissenschaft
Titelblatt des buches "Der empfindsame Henker" regal mit sammelsurium

Karl Huß lebte von 1761 - 1836. Er gilt als der "letzte Henker von Eger", obwohl er Scharfrichter war. Scharfrichter waren verfemt, er konnte keinen anderen Beruf ergreifen als sein Vater. Mit 15 Jahren hat er erstmals einen Verurteilten geköpft, am Ende seines Lebens war er Kustos bder...

Griechisches Geld

Nein, ich verstehe es nicht. Ein beachtlicher Teil des Geldes, das den Griechen "zur Verfügung" gestellt wird, geht zurück an die - deutschen, schweizer, französischen etc. Banken. Die reichen Griechen schaffen ihre Reichtümer ins Ausland und kaufen, z.B. in Berlin, Häuser und Grundstücke. Ich erinnere mich an eine Zeit, in der in Österreich, um nur ein Beispiel zu nennen, Ausländer keine Häuser erwerben konnten und auch das war damals schon kapitalistisch. Wieso spricht niemand darüber, wieso gibt es keine ernstzunehmende Partei, die sich dieser Absurditäten annimmt? Gibt es wirklich keine...

Offenes Seminar zum Schreiben und Vortragen

Date: 

18.09.2012 - 09:30
Endlich können wir ein Seminar anbieten, das auch für einzelne Teilnehmer und -innen nutzbar ist: Am Berliner Institut für Akademische Weiterbildung an der Hochschue für Technik und Wirtschaft. Dienstag/Mittwoch, 18./19. September jeweils von 9.30 - 17.30 in 10318 Berlin, Treskowallee 8 Zielgruppe: Absolventen/innen, Doktoranden/innen, Wissenschaftliche Mitarbeiter/innen, Dozenten/innen Inhalt: - Verständlich Formulieren, Argumentieren, Auftreten; - die Adressaten mitdenken, den Inhalt formen, anschaulich schildern, das Publikum (ver)führen; - Komplexes verständlich ausdrücken ohne zu...

Grimm-Bibliothek

Kürzlich habe ich die elektronische Feuertaufe bestanden. Ich gehe also in die HU-UB, diese unglaublich moderne Universitätsbibliothek der Humboldt-Uni, auch Grimm-Zentrum genannt. Auweis habe ich schon, eine kurze Einweisung hatte mir schon kurz nach der Eröffnung ein Freund gegeben. Nun aber suche ich ein seltenes Buch, das ich im Katalog gefunden habe, mit dem Vermerk, ich dürfte es nur im Forschungslesesaal benutzen. Natürlich habe ich kein Schloss dabei, um die Garderobe einzusperren, ich solle eine Mensa-Card kaufen. Ich stecke € 10,- in den Automaten, er zeigt ein Guthaben von 8,45 (...

Urheberrecht II

Martin Vogel hat in einem langwierigen Prozess gegen die VG Wort in erster Instanz gewonnen. Es geht in dem Prozess um die Aufteilung der Gelder, die bislang zwischen Verlagen und Autoren nach einem Schlüssel aufgeteilt werden, der - so M. Vogel - die Verleger bevor- und die Autoren benachteiligt. VG WORT prellt seit 10 Jahren Autoren um 50% ihres Geldes Urheberrechtler Martin Vogel gewinnt vor dem Landgericht München I Die Bundesregierung setzt eine Kommission prominenter deutscher Urheberrechtler ein, um ein Gesetz zu entwerfen, das Autoren finanziell besserstellen soll. Der Lobbyverband...

Kassel zum Zweiten

Kassel bzw. der Abend bei der christlich-jüdischen Veranstaltung im Evangelischen Forum war, wider Erwarten, spannend. Abgesehen davon, dass es ständig geschüttet hat, war ich von der Atmosphäre bei der Lesung, den Fragen und den fragenden, begrüßenden und diskutierenden Individuen angetan. Es begann damit, dass mir ein Herr ein Päckchen Tee (wie ich mittlerweile sagen kann: bester Sorte) übergeben hat, weil er den Wunsch in meinem Blog gelesen hatte. Und dann die Frage nach der Zukunft des Erinnerns, über die ich seither nachdenke und die man wohl von der Zukunft des Gedenkens unterscheiden...

Geist und Geld und Urheberrecht

Die e-Zeitschrift globkult hat mich zur Mitarbeit eingeladen, mein erster Beitrag setzt sch mit der Debatte um Urheberrecht auseinander: www.globkult.de Geist und Geld und Urheberrecht Es tobt ein Kampf, er geht selbstverständlich ums Geld, aber davor steht die Macht der Definition. Wer ist Urheber, wem stehen die Verwertungsrechte zu, wovon sollen diejenigen leben, die sich das begehrte und deshalb heruntergeladene Gut ausdenken? Ich bin eine analoge Papierfrau, aber versuche, die neue schnelle Internetwelt zu verstehen, hier probiere ich ein paar Gedanken aus der alten Welt der gedruckten...

schon wieder Geburtstag

Date: 

12.05.2012 - 19:00
Also ja doch, am Sonntag habe ich Geburtstag. Ein wenig gefeiert wird nach der Veranstaltung im Aufsturz (siehe vorige Nachricht, Oranienburger Str. 67). Sollte jemand hier nachschauen, um herauszufinden, womit man mir eine kleine Freude machen könnte, wünsche ich mir immer Kugelschreiber und einen schönen schwarzen Tee (nur nicht Earl Grey), darf auch ein grüner sein. Danke.

Das fatale UND

Date: 

12.05.2012 - 19:00
Samstag, dem 12. Mai, abends um 19 Uhr im "Aufsturz, das ist eine Kneipe in jenem Haus, in dem Alexander von Humboldt seine letzte Wohnung hatte: im Rahmen des STUDIENTAGs – VORTRAG & MUSIK & LESUNG & EXKURSION Die Humboldts und die Mendelssohns 19 Uhr Aufsturz, Oranienburger Str. 67, 10117 Berlin Einlaß: 18:30 Uhr Hazel Rosenstrauch: „Sinnlichkeit und Aufklärung bei Wilhelm von Humboldt“. Das fatale UND danach: Sebastian Panwitz und Ingo Schwarz, Hrsg. der Humboldt-Mendelssohn-Korrespondenz: Lesung ausgewählter Briefe – Daniel Richter (Gitarre): Musikalische Weltreise zu...

Ausgelesene Bücher

Nicht gut: Günter Müchler, 1813. Napoleon-Metterich und das weltgeschichtliche Duell von Dresden. Fast nur Hauptsätze, kaum Neues, wie ein Drehbuch geschrieben, das aufregen will. Anregend: Lászoló Földenyi, Dostojewski liesst Hegel in Sibirien und bricht in Tränen aus. Eine verdammt kluge Reflexion über die Beschränkung des Glaubens an die Vernunft. Stimmungsvoll: Edith Wharton, Der Prüfstein. Eine Reise durch Schuld, Liebe und Projektionen.

Besuch in der Stubenbastei - Gespräch mit Schülern

Am Freitag, dem 13. April war ich in meiner ehemaligen Schule, der Stubenbastei, eingeladen, und ich war sehr beeindruckt, sowohl von den Schülern, wie den Lehrern. Es gibt ein spannendes Projekt, an dem drei Schüler aus verschiedene Klassen arbeiten, 13, 15 und 17-Jährige, wach, neugierig, gut vorbereitet. Wir saßen im Kreis und redeten über die 50er Jahre in Wien, über die Art, wie wir unsere Freizeit verbrachten und wie das die Jugendlichen heute tun, über Nazis und Antisemitismus, über die USA und Kanada und wie ich das erlebt habe, über facebook und warum ich nach vier Jahren die Schule...

Der Österreichische Staatspreis für Kulturpublizistik 2012 bekommt mich

Date: 

19.11.2012 - 18:00
Nun ist es offiziell, ich bekomme den Österreichischen Staatspreises für Kulturpublizistik. Es freut mich sehr. Zwar wußte ich es schon, aber jetzt darf ich es auch herumerzählen. Das Fotoshooting mit Frau Minister Dr. Claudia Schmied hat am Freitag, dem 13. 4. im Bundesministerium für Unterricht und Kunst, Wien, stattgefunden. Auch wenn ich mich oft lustig gemacht habe über Preise und Belobigungen, muss ich gestehen: es motiviert. Ich bin jetzt gerade im richtigen Alter, hätte ich früher Preise bekommen, wäre ich vielleicht verbogen worden. In der Pressemeldung steht, dass ich unerschrocken...

Das Lachen, das über die Furcht siegt

Als Reaktion auf die Sendung, die am 18. März im ORF lief, bekam ich wunderbare Kommentare. Und auf meine Frage, ob ich die Sendung vom 18.3. auf meiner Website veröffentlichen darf, bekam ich folgende freundliche Nachricht aus Wien: Mitschnitte von Ö1 Sendungen können Dritten zur vollständigen oder teilweisen Wiedergabe auf deren Websites grundsätzlich nicht zur Verfügung gestellt werden. Wir sind aber Ihrem Wunsch gerne nachgekommen und haben die Sendung für Sie noch einmal publiziert. Diese ist bis 20. Juni 2012 in oe1.ORF.at online abrufbar und kann in dieser Zeit auf Ihrer Website...

Auf nach Kassel!

Date: 

31.05.2012 - 19:30
"Jüdisches Leben in Deutschland in der Nachkriegszeit" heißt eine Reihe, die vom Evangelischen Forum Kassel in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit veranstaltet wird. Am 31. Mai um 19.30 werde ich am Lutherplatz aus dem Buch JUDEN NARREN DEUTSCHE lesen. Es ist schwierig, Veranstaltern klar zu machen, dass der Titel in Versalien stehen müsste, weil sonst der Witz weg ist, aber sei's drum. Wer es noch immer nicht versteht - NARREN kann als Verb oder als Substantiv gelesen werden, der Titel läßt sich auch (hebräisch!) von rechts nach links lesen.

Kotschergin in Berlin

Date: 

21.03.2012 - 20:00
Meine Freundin und mutige Verlegerin Lisette Buchholz hat das Buch von Eduard Kotschergin herausgebracht. Jetzt kommt er aus St. Petersburg nach Berlin und zwar Mittwoch, den 21. März um 20.00 Uhr liest er in der Tucholsky-Buchhandlung Eduard Kotschergin liest aus seinem Erzählungsband „Die Engelspuppe“ und erzählt aus seinem Leben. Theaterbegeisterten ist er bekannt. 1937 in Leningrad geboren, ist er seit 1972 leitender Bühnenbildner am Bolschoj Dramatitscheskij Theater in St. Petersburg und gehört seit Jahrzehnten zu den Kultfiguren der Petersburger Künstlerszene. 2003 erschien sein erstes...

noch mehr Sinnlichkeit

Date: 

12.05.2012 - 19:00
Am 12. Mai findet in Berlin ein Humboldt-Studientag mit Exkursion und Musik statt. Beginn 13 Uhr in der Mendelssohn-Remise, Jägertraße 51. Um 19 Uhr gibt es im Ort des letzten Wohnsitzes von Alexander von Humboldt, im Aufsturz (= Lokal) Oranienbnurgerstr. 67, eine Lesung von Ingo Schwarz und einen kleinen Vortrag von mir über Sinnlichkeit bei Wilhelm von Humboldt (und seinen Frauen). Mein Vortrag darf nur 20 Minuten dauern, hinterher wird in den Geburtstag hineingefeiert.

die ganze Hazel

Date: 

18.03.2012 - 14:05
Am 18. März werde ich im ORF in der Sendung "Menschenbilder" vor- und nachgestellt, es war ein langes Interview, das bei meinem letzten Besuch im Café Frauenhuber aufgezeichnet wurde, ich bin neugierig, was die Autoren Petra Herczeg und Rainer Rosenberg daraus gemacht haben. Da ich leider keine Programmzeitschrift zugeschickt bekommen habe, weiß ich auch nicht, um wieviel Uhr das gesendet wird, aber Leute am Ort werden das schon herausfinden. Aber siehe, meine zuverlässige Freundin Poldi hat mir eine Kopie geschickt! Also 14.05 kommts in Ö 1

Auftritte in Wien

Date: 

12.04.2012 - 11:00
in Wien findet vom 10. - 15. April das Else-Lasker-Schüler- Forum statt. In diesem Rahmen am Donnerstag, 12.4. 11 - 11.45: Hazel Rosenstrauch: ist Emigrans erblich? teils Lesung, teils Vortrag und am Sontag, 15.4. findet um 11 - 13 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema Vergangenheitsbewältigung oder: Verordnete Gedenkkultur versus "Betroffenheits-Kitsch" mit Eva Menasse, Alfred Grosser, Michael Verhoeven, Hazel Rosenstrauch, Chrstian Schneider. Moderation Peter Huemer. Ort: Theater Akzent

Vortrag in Minden

Date: 

21.03.2012 - 19:30
am 21.3. halte ich in Minden einen Vortrag zum Thema "Vernunft und Sinnlichkeit. Caroline und Wilhelm von Humboldt". Veranstalter: Kantgesellschaft.Minden war zu "meiner Zeit", also um 1800 erst preußisch, dann Teil des napoleonischen Westphalen. Alexander von Humboldt schreibt im Februar 1789: „Er wird sich tod studiren, mein Bruder. Er hat jetzt alle Werke von Kant gelesen und lebt und webt in seinem Systeme“ [27.2.1789]. Hier der Text der Veranstalter: Für unsere nächste Veranstaltung konnten wir Frau Dr. Hazel Rosenstrauch gewinnen: Caroline und Wilhelm von Humboldt – Sinnlichkeit und...

Verantwortung der Intellektuellen

Seit einiger Zeit erscheinen immer wieder Artikel über das mangelnde Engagement der Intellektuellen für Europa. Es gibt auch gute Argumente, warum das so ist (z.B. dass die Gemeinten sich eher für die Welt als für eine Heimatgeschichte des einen Kontinents interessieren). Erwähnen aber will ich, daß kurz vor und nach 1989 etliche Treffen, Begegnungen zwischen Ost- und West-Intellektuellen, Künstlern, Wissenschaftlern aus vielen europäischen Ländern stattgefunden haben, ich habe von vielen solchen Versuchen gehört, auch teilgenommen, prominente Schriftsteller und Wissenschaftler aus Portugal...

Wespennest - Zeitschrift für brauchbare Texte Nr. 161

Date: 

19.01.2012 - 19:00
Terminaviso Gesprächsrunde: Austria as it is- Einladung zur Vorstellung der aktuellen Ausgabe In Österreich ist meistens alles anders gemeint als gesagt, die Intrige eine Kunstform, der Spaß eine Hetz, die Ironie ein Mittel, um Distanz lediglich zu simulieren, der Schmäh eine elegante Form der Verschmähung und der kultivierte Hintersinn die charmante Verkleidung für Bosheiten aller Art. Im Wechselverhältnis von Auto- und Heterostereotypen hat sich in Österreich über Jahrhunderte eine Mentalität entwickelt, die auch den Ton der Kritik bestimmt. (Walter Famler im Editorial zur aktuellen Ausgabe...

Hotel Lux

Nach 33 Jahren wieder nachlesbar: Ruth von Mayenburg, Hotel Lux. Die Menschenfalle, Eine Reise - ein Film von Heinrich Breloer. Elisabeth Sandmann-Verlag, 2011 Das Buch ist 1978 erstmals erschienen und war lange vergriffen. Da gab es noch einen eisernen Vorhang, die strengen Grenzziehungen waren nicht nur geographischer, sondern vor allem ideologischer Natur und der kalte Krieg war noch ziemlich kalt. Der aktuelle Anlass für die Neuauflage ist ein Film über Herbert Wehner, der im Lux gewohnt hat, als er noch Kommunist war. Ein Vorspann und Nachwort stellen den Bezug zu dem Script her...

Walter Boehlich ist endlich nachlesbar

Die Biographie eines Autors ist sein Werk, nicht die menschelnde Aufdeckung unzensierter Gefühle. Daran haben sich die Herausgeber des Bandes "Walter Boehlich. Die Antwort ist das Unglück der Frage" gehalten. Der Band stellt den Literaturkritiker, Lektor, Übersetzer und Polemiker in dreizehn Kapiteln vor, die nicht chronologisch, sondern thematisch geordnet sind, und auf diese Weise die Geschichte der Bundesrepublik mit der ihres Kommentators verzahnen. 1921 geboren und 2006 gestorben hat Boehlich die deutsche und die europäische Literatur, Germanistik und Verlagswesen, vor allem aber die...

Heimatgeschichte, österreichisch

Soeben eingetroffen ist das Wespennest-Heft über österreichische Heimatkunde unter dem Titel "Austria as it is" (eine Schrift aus der Metternich-Zeit, die ich in meinem derzeit in Produktion befindlichen Buch erwähne). Soweit ich sehe, ist mein Beitrag (Drei Heimaten pochen, ach, in meinem Busen) in dem Heft der Einzige, der einigermassen gnädig mit der "Heimat" - genauer gesagt, der österreichischen Nachkriegsgeschichte umgeht. Näheres in der Pressemitteilung: zeitschrift JETZT NEU: Wespennest Nr. 161, Thema: „Austria as it is“ „Nationalität ist eine Narration, eine story, die sich Menschen...

Eitelkeit

Es gibt immer wieder Gelegenheiten, bei denen ich mich frage, ob das Thema Eitelkeit schon ausreichend erforscht ist. Heute fand ich ein schönes Zitat, das mich viel mehr befriedigt, als soziologisch-anthropologische Arbeiten es tun könnten: "Da nun für schöne Männer, deren Spezialität drin besteht, daß sie schöne Männer sind, die Schmeichelei ein großes Bedürfnis ist und es ihnen dabei gleichgültig ist, ob der Weihrauch aus einem rosichten oder welken Munde kommt, wenn er nur stark und reichlich hervorquillt, so begreift man, wie mein teurer Vater, ohne eben darauf spekuliert zu haben,...

40 Jahre Deutsch für türkische Einwanderer

Derzeit wird viel geschrieben und erzählt über 50 Jahre Anwerbung türkischer Arbeiter. Ich kann bald ein eng damit verbundenes Jubiläum feiern. Vor ca 40 Jahren haben ein Kollege und ich hier um die Ecke an der Volkshochschule Schöneberg Deutschkurse für Türken gegeben - ohne eigene Türkischkenntnisse, das ging ganz gut, wir haben Szenen aus ihrem Alltag gespielt, ich brachte einen Sack Kartoffeln oder ein bedrohlich aussehendes Formular mit und es ging meistens recht fröhlich zu. Dann gab es eine Ausschreibung für ein Projekt, es sollten Lehrbücher erstellt werden. Wir bewarben uns, gewannen...

MENURA von Ambrose G. H. Pratt

Ein zauberhaftes Buch über einen Vogel, aber doch viel mehr. Es geht um Gesang und das Liebesleben, Treue und Tanz, wie der Vogel seine Henne unterhält, während sie auf dem Ei sitzt, wie schön er ist und seine Stimme übt. Mit einer CD, auf der man ihm zuhören kann. Ich gebe gerne zu, dass ich ein Faible für Bücher habe, in denen sich Wissenschaft und Literatur begegnen: Abrose G.H. ratt, Menura, Prächtiger Vogel Leierschwanz, Friedenauer Presse Berlin.

Formulierung

Heute bin ich wieder durch die Stadt gegondelt. Mit der U-Bahn gefahren, über Treppen gegangen und hab Zeichen gefunden: "sich einen Namen machen" hieß (zumindest seinerzeit): etwas werden, das mußte nicht Berühmtheit sein, aber die Formulierung bedeutet, daß man anerkannt und bekannt geworden ist - werden will. Daran muß ich denken, wenn ich Tags sehe der auch nur ungelenkte Schriftzeichen auf Rolltreppen. Ich denke dann aber auch an Gerry Weber, der seinen Namen quer über die Lande in großer Schrift über seine Klamottenläden schreibt bzw. in riesigen Lettern, leuchtend, montieren läßt.

Walter Boehlich

Es gibt keine Vorbilder mehr? Aber hier ist einer, zumindest für Menschen, die schreiben und denken und klar ssehen wollen. Walter Boehlich, Jahrgang 1922 und vor einigen Jahren verstorben, Autor, Übersetzer, Lektor und vor allem Anreger und maßstabsetzendes Vorbild. jetzt sind einige seiner zuvor schwer auffindbaren Gedanken auffindbar: Walter Boehlich. Die Antwort ist das Unglück der Frage. Ausgewählte Schriften, S. Fischer-Verlag Frankfurt/M. 2011, € 26,-

Bestenliste für Buchhändler(innen)

Gibt es eine Bestenliste für Buchhändler? Ob Verlage eine Liste führen, welche Buchhandlungen ihre Bücher besonders gut verkaufen? Auf meiner persönlichen Bestenliste steht Jana Fritsch und ihr Buchladen am Bayerischen Platz. Dort wurden schon vom Humboldt-Buch ganz viele Exemplare verkauft. Und jetzt hat mein Sohn die Aufnahme der Lesung aus JUDEN NARREN DEUTSCHE auf diese neue, viel raffiniertere Website appliziert.

Hello, I am Hazel Rosenstrauch

Born in London, raised in Vienna, with only 18, I fled to the United States, to Canada and landed in Germany, where I studied and still or again live.
Locations: Berlin, Munich, Cologne, Tübingen, inbetween again Vienna and since 1997 I live in Berlin.
I've studied a lot and earned my money in various trades (a journalist, editor, research associate at several universities have made exhibitions and was also a social worker and bank employees). Since 2006, I am "freelancing" and live in Berlin.
I have one son, who built this website.

Ich unterrichte

workshops, meist gemeinsam mit Peter Gößwein:
Überzeugend formulieren in Wort und Schrift
Für Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, die über ihr Fach hinausschauen wollen und müssen.
Komplex und dennoch verständlich, eine eigene Sprache finden, nutzlose Verpackungen weglassen.

Ich verschönere anderer Leute Texte

Halbfertige, zu steife, trockene Aufsätze oder Vorträge werden durch kleine Eingriffe stringent oder wirken lebendiger, beim Überarbeiten werden die unverstandenen Passagen erkennbar, das heißt, ich arbeite mit den Autoren und Autorinnen zusammen, versuche, Ihren Stil beizubehalten, sofern sie einen haben, zur Not aber kann ich auch als Dienstleistende einfach drübergehen.

Ich schreibe

Bücher, Essays, Artikel, Glossen, Gutachten, Vor- und Nachworte, Rezensionen.
nicht so gerne über Dinge, die längst durchdacht und zerkaut sind.
lieber ist es mir, wenn ich neu nachdenken, revidieren, Erbschaften aller Art sichten, mich mit überkommenen Traditionen auseinandersetzen kann.

Wie ich wurde ...

In London bin ich geboren, weil meine österreichischen Eltern dorthin geflüchtet sind. Die Volksschule habe ich in Floridsdorf besucht, wir hatten eine sehr kluge junge Lehrerin, die sich um das Miteinander der Kinder aus sehr unterschiedlichen Milieus bemühte (Flüchtlingskinder, Nazikinder, Kinder von Juden und Atheisten, von Zigeunern, Ungarn oder Rumänen).

Rezension zu JUDEN NARREN DEUTSCHE http://www.lovelybooks.de

Eine neue Rezension des Juden-Narren-Buchs im Netz unter http://www.lovelybooks.de/mitglied/WinfriedStanzick/rezensionen/;jsessionid=09DB9EEA5E779286E4EBC2CCA7309221 oder unter http://www.buchvergleich.de/index.php?readID=2757 Und weil immer wieder die Bemerkung auftaucht, ich hätte was gegen Stolpersteine will ich doch anmerken, nein, ich habe nichts dagegen. Aber ich will darauf aufmerksam machen, daß ein gut Teil der gutgemeinten Erinnerungszeichen die Festschreibung aufs Jüdische zementieren. Was mich daran stört ist das rassistische Moment daran. “Die Juden”, als wären sie nicht sehr...

Wissenschaft und Sprache

An der Technischen Universität Berlin (Zentraleinrichtung Wissenschaftiche Weiterbildung und Kooperation) und in Bonn, am BICC (Bonn International Center for Conversion) habe ich zusammen mit Peter Gößwein je einen workshop abgehalten. Unser Thema: "Überzeugend formulieren in Wort und Schrift." Die jungen Leute sind interessiert, ja begierig, den Umgang mit Sprache zu lernen, sie wollen ihre Texte verflüssigen und wären auch gerne verständlich. Derlei wird schließlich an unseren Universitäten noch immer nicht geübt. Aber immer kommt diese Angst hoch, wenn es verständlich sei, wäre es nicht...

Frauenbeauftragte

Gestern fand in der Humboldt-Universität ein wissenschaftliches Colloquium zu Caroline von Humboldt statt. Einige Bekannte haben sich gewundert, wieso ich nicht teilgenommen habe. Nun, ich war nicht eingeladen. Nach Pfingsten hatte ich einen Anruf auf meinem AB, als ich zurückrief, sagte man mir, man habe mich nicht erreichen können und nun sei es zu spät. Was besonders hübsch ist, weil doch die veranstaltende Frauenbeauftragte, die für einen Preis mit dem Namen Caroline von Humboldt gekämpft hat, mich noch vor einem Jahr fragte, ob ich bei dieser Preisverleihung nicht dabei sein könnte. sie...

Lesung JUDENNARRENDEUTSCHE in der Schwartzkopffstr. 3

Date: 

21.01.2011 - 19:00
Da sie naht hier nochmal die Kopie der E I N L A D U N G zu einem Abend mit Hazel Rosenstrauch am Freitag, den 21. Januar 2011, um 19:00 Uhr Lesung aus „Juden Narren Deutsche. Essays“, erschienen im persona Verlag August 2010, 157 Seiten, Hardcover, Preis: 14,80 EUR / 25,60 SFr ( www.personaverlag.de ) „… ich wehre mich gegen die Boxen, in die ich und `wir` immer wieder gesteckt werden. Das geht nicht nur Juden und erst recht Jüdinnen so, aber die Rolle, die unsereinem zugeschrieben wird, hat und bekommt eine neue Brisanz, wenn wiedervereint nach einer deutschen Identität gefahndet wird. (…)...

Zwischentöne II

Man vergißt ja im Gespräch oft die wichtigen Sachen. Mein Gesprächspartner meinte, jemand wie ich gehöre an die Universität. Ein für mich wichtiger Punkt, warum das nicht stimmt, hat mit der Sprache zu tun. Ich merke auch an den jungen Leuten, die meine workshops besuchen, daß es immer noch als unwissenschaftlich gilt, wenn man verständlich schreibt. Ich hätte bei der Gelegenheit auch auf meinen Schönheitssalon für empfindliche Texte hinweisen können. Oder auf die workshops "überzeugend formulieren in wort und schrift", die ich zusammen mit meinem Kollegen Peter Größwein - hauptsächlich für...

Leipziger Messe II

Date: 

19.03.2011 - 11:00
Der persona-Verlag hat keinen eigenen Stand, aber Sie finden die Bücher am Gemeinschaftsstand der SOVA in Halle 5, C 306-310 Und Sie finden die Verlegerin und ihre Autorin auch am Samstag, 19. März um 11.00 Uhr im Forum Halle 5, E 600 ... ein Gespräch mit der Verlegerin + Lesung mitten im Wirbel der Messe.

Eine andere Ökonomie - Egon Matzner

Date: 

07.04.2011 - 18:00
Gabriele Matzner hat die Texte und Gedanken zu einer möglichen anderen Ökonomie von Egon Matzner zusammengestellt. Eine Diskussion zu dem von ihr herausgegebenen Buch findet am 7. April um 18 Uhr in der österreichischen Botschaft statt. Czernin-Verlag Eine Veranstaltung von EINLADUNG ZUR BUCHPRÄSENTATION Gabriele Matzner-Holzer EGON MATZNER – QUERDENKER FÜR EINE ANDERE WELT EIN POLITISCHES VERMÄCHTNIS Donnerstag, 7. April 2011, 18.00 Uhr Österreichische Botschaft Berlin, Stauffenbergstrasse 1, 10785 Berlin Die Weltwirtschaft befindet sich nach wie vor in einer tiefen Krise. Ausgehend von den...

Ein lieber Freund ist tot

Jens Brüning ist gestern gestorben. Es verschlägt mir die Sprache, wir kannten uns seit Anfang der 1970er Jahre, er war so treu und freundlich und hat sich intensiv und immer auch sehr sorgfältig um die Bücher und vor allem die Autoren gekümmert, die ihm am Herzen lagen, meist Menschen, die ins Exil gehen mußten, wie Gabriele Tergit, deren Nachlaß er durch viele Hindernisse hindurch und mit wenig Lohn betreut hat. Er hat so schöne kluge Sendungen über Literatur oder auch Kabarett der 20er Jahre gemacht, seine Zeitungsüberblicke waren bis zuletzt, obwohl das nun wirklich nicht mehr opportun...

Bayerischer Ex-Kulturminister schmäht Frauen

ursprünglich ein Leserbrief als Reaktion auf einen Artikel von Hans Maier in der Süddeutschen Zeitung, der - natürlich - nicht gedruckt wurde. Hans “Kultur-Maier” Maier erinnert sich an 1968 und die Frauen von Hazel Rosenstrauch In der Süddeutschen Zeitung vom 15. März stand – im Feuilleton, über vier lange Spalten - ein Auszug aus den Lebenserinnerungen Hans Maiers: „Böse Jahre, Gute Jahre“. Kultur-Maier nannten wir ihn seinerzeit. Der damals noch im Deutschen Bildungsrat, später als Kultusminister Bayerns aktive CSU-Politiker rückt die StudentInnenrevolte in die Nähe von Schlägertrupps,...

Ich korrigiere

Mein Leserbrief vom 16. März ist doch abgedruckt worden, SZ vom7. April, S. 31. Passender Weise steht vorne, auf Seite 15,eine ausführliche, sehr lobende Rezension des Buchs von Hans Maier (Kultur-Maier). Ein Ausschnitt aus dieser Autobiographie war am 15. März abgedruckt worden und hatte mich wegen einiger lächerlich abwertender Bemerkungen über Frauen provoziert.

Empört Euch

Hier ein Gastbeitrag von Lisette Buchholz, die ihren Ärger über den Literaturbetrieb in mitreißende Worte gefaßt hat: Lisette Buchholz verlegt 2011 kein Buch! Manchmal fließt das Herz und der Kopf über, und man muss etwas aufschreiben, um sich Klarheit und Erleichterung zu verschaffen. So ging es Lisette Buchholz vom persona Verlag aus Mannheim. Hier ihr offener Brief zum aktuellen Buchmarkt. Die Erde würde ohne uns Menschen auch ganz gut laufen, meinte der scharfzüngige Wolfgang Neuss. Und manchmal denke ich, das gilt auch für den Literaturbetrieb, der Literatur eigentlich gar nicht braucht...

Bewegung AAA

komme gerade von "schwarz weiß zeigen. Übungen für einen Choreographen", getanzt von Cesc Gelabert, die leider letzte Veranstaltung der Berliner Akademie der Künste in der Reihe "Politische Körper". Man sieht Bewegung - nicht nur im Tanz - anders, wenn man dieses Solostück gesehen hat. Vorher gab es noch filmausschnitte und Gespräche über den Zusammenhang zwischen der Entwicklung einer neuen Tanzsprache und gesellschaftlichen Umbrüchen im 20. Jahrhundert. Vielleicht, hoffentlich, werden diese Ausschnitte demnächst allgemein zugänglich. http://www.adk.de/de/aktuell/veranstaltungen/index.htm?...

Wichtige Entdeckung

Mein Sohn und Administrator beschwert sich, dass ich nciht alles lese, was er mir so schickt. Jetzt weiß ich aber auch, warum ich nicht dazu komme und auch nicht so gern alles bediene, was möglich geworden ist. Als Generation 60 + lese ich Zeitungen und Bücher, gehe in Ausstellungen, schreibe manchmal sogar noch Briefe, besuche mehr und weniger kluge Veranstaltungen ... abgesehen von den Dingen, die ich als Hauptberuf mache. That's the difference. Ich muss mir ne Lösung überlegen - das Neue aufnehmen ohne das Alte liegenzulassen. Sobald ich weiß, wie man das macht, werde ich es der...

Kritisch hören?

Den ganzen Tag kommt in den Rundfunk-Nachrichten verschiedener Sender die Mitteilung, dass die Grünen aus dem Saarland (das sind die, die mit der CDU und der FDP koalieren) gegen die Neuregelung von Hartz IV sind. In keiner dieser Nachrichten wird begründet, warum sie dagegen sind. Und weil die Nachricht heißt, dass Hartz IV um € 5,- erhöht werden soll, klingt es so, als wären die Grünen gegen die Erhöhung des Armenbudgets. Danach kommen andere, nicht nur wichtige Nachrichten, wer nnicth nachfragt oder gar im Netz sucht, bleibt irregeführt. Absicht oder Routine? Oder denkt da bloß keiner mit?

Rezension JUDEN NARREN DEUTSCHE

von Brigitte Läufer, die mich besser versteht als ich mich selbst: Juden Narren Deutsche persona verlag Lisette Buchholz 2010 essays von Hazel Rosenstrauch In den Farben Schwarz (Juden)- Rot (Narren)- Gold (Deutsche) prangt der Buchitel über dem mit einem Clownshut illustrierten Cover und vermittelt einen gelungenen ersten Eindruck von dem in unjüdisch jüdischer Tradition stehenden freien Geist dieses Essaybands. Es ist noch nicht lange her, dass Hazel Rosenstrauch alle wichtigen deutschen Feuilletons mit ihrer Humboldtbiografie „Wahlverwandt und Ebenbürtigkeit“ überzeugt hat. Einen...

Ehre

habe für Deutschlandradio Kultur Winfried Speitkamp, Ohrfeige, Duell und Ehrenmord. Eine Geschichte der Ehre. Reclam Verlag, Stuttgart 2010. 370 Seiten, € 24,95 rezensiert. Sendetermin noch ungewiss, da ich an dem dafür vorgesehenen Termin verhindert war.

23.11.2010: Wider die »Verbewältigung« (Tageszeitung Neues Deutschland)

Erich Hackl 23.11.2010 / Feuilleton Wider die »Verbewältigung« »Juden Narren Deutsche«: Provokante Denkanstöße von Hazel Rosenstrauch Hazel Rosenstrauch formuliert bisweilen etwas schnoddrig, so dass man glauben möchte, sie sei nicht in einem Wiener Gemeindebau, sondern im Hinterhof einer Berliner Mietskaserne aufgewachsen und habe ihr österreichpatriotisches Elternhaus preußisch verlinken wollen. In ihrer ersten Buchveröffentlichung, über das eurokommunistisch inspirierte »Wiener Tagebuch«, ging sie entsprechend forsch ans Werk, und die damals noch lebenden Mitarbeiter der legendären...

Rezension im Deutschlandfunk

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/buechermarkt/1359799/ Auch eine "unjüdische Jüdin" wie Hazel Rosenstrauch kommt im Sperrfeuer der öffentlichen Erinnerung an ihrem Jüdischsein auf die Dauer nicht vorbei. Also begibt sie sich auf das semantische Minenfeld der Beziehung zwischen "Juden" und "Deutschen", mit diesem unsinnigen Begriffsunterschied geht das Elend ja schon los; Beatrix Novy geht feinfühlig mit den Texten, genauer gesagt mit den thematsierten Problemen, um und urteilt freundlich-differenziert. Danke, allerdings will ich anmerken, dass ich nichts gegen Stolpersteine habe, ich stosse...

Bücherschicksal

... auf dem Weg zum Einkaufen ging ich bei dem Trödelmarkt vorbei, erstaunlich viele Menschen kramen in den Kisten mit Büchern. Mir fällt eine Napoleon-Biographie von Cronin auf, falls es nciht ein Autor mit dem gleichen Namen war, so war er einer der Lieblingsautoren meiner Jugendjahre. Ich erkundige mich nach dem Preis. 50 Cent. Da denk ich mir, Oweh, so ergeht es meinen Lieblingsautoren, sie haben nach ein paar Jahren keinen Wert mehr. Nach geneuerer Prüfung (dank Internet), stellte ich fest, es ist ein anderer Cronin ... ein kleiner Trost, trotzdem traurig.

der reader meldet

Mein Sohn, der ja auch mein Administrator ist, hat dank seines readers heute drei Erwähnungen meiner Arbeiten gefunden: Ulrich Beck zitiert - offenbar in einem Vortrag in Sofia - aus dem 1988 erschienenen Buch "Aus Nachbarn wurden Juden. Ausgrenzung und Selbstbehauptung 1938-1942". siehe: http://www.soemz.uni-sofia.bg/e-Bibliothek/TEXTE/INTERKUL/BECK_WIE.PDF in der neuen Ausgabe der Zeitschrift Semit ist der im Narrenbuch erschienene Text "Meine Achse des Guten" abgedruckt http://www.dersemit.net/component/content/article/22-der-semit-zeitschriften/354-der-semit-062010.html und bei...

sozialistische Sozialisation

Vor mir liegt der Text eines Liedes [ http://ingeb.org/Lieder/duhastja.html] , das wir in "unserer Jugend", in der Jungen Garde oder FÖJ (= österreichische Variante der FDJ) gesungen haben. Ich kam neulich mit einem DDR-sozialisierten Freund darauf zu sprechen, der mich ironisch mit dieser Überschrift trösten wollte. "Du hast ja ein Ziel vor den Augen, damit du in der Welt dich nicht irrst, damit du weißt, was du machen sollst, damit du einmal besser leben wirst ..." ich finde das fürchterlich, aber überlege, was daran so schrecklich ist. "... die Welt braucht dich, fröhliche Herzen,...

Feminismus im Rückblick

Gestern fand ich in der Berliner Zeitung einen Artikel von Hannelore Schlaffer "Kinder sind jetzt schick. Droht der Rückfall in die alte Rolle? ...", ein Beitrag zu diesem Medienstreit um alte und neue Frauenrollen. In dem 5-Spalter steht der Satz: "Das ausschließliche Ziel der sich emanzipierenden Frau war die Teilnahme am beruflichen und öffentlichen Leben der Männer, und dabei konnte das Kind ... nichts sein als ein Hindernis" Interessant, Frau Schlaffer ist ungefähr so alt wie ich und hat offenbar in einer anderen Zeit gelebt. Es mag ja diese Frauen gegeben haben, die ausschließlich am...

Emanzipation - Freude, Freiheit, Kooperation statt Zickenkampf

Also gut, weil ich gesagt hab, wir sollten die Debatte neu führen und daraufhin gefragt wurde, was wir damals denn wollten, wenn es auch peinlich ist, zitiere ich mich. Aufsatztitel war "Unwissenschaftliche Betrachtungen eines weiblichen Monsters", Erscheinungsjahr 1969, nur zwei Sätze: "Frauenemanzipation? Das ist der falsche Ansatz, das lenkt vom Thema ab. Mir paßt die Rollenerwartung, die an die Frau gestellt wird, ganz und gar nicht, aber mir graut dabei doch ebenso vor dem Manns-bild, zu dem sie in Beziehun gesetzt wird. Seine "Stärke", sein Prestigekampf, Leistung, Heldenimage,...

Interkultur

Mark Terkessidis, Interkultur, es 2589, Berlin 2010, hab ich heute für dlr rezensiert, hatte nur wenig Platz. Es ist ja erfreulich, dass allmählich auch Nachkommen der Einwanderer aus Wirtschaftswunderzeiten sich in die Debatte um Integration/ Zusammenleben/gemeinsame Kultur einmischen. Schade dass er so wenig von früheren Modellen der Völkermischungen weiss. Ich lese gerade die Bücher von Karl-Markus Gauß, (Die Hundeesser von Svinia, Die versprengten Deutsc hen, Die sterbenden Europäer) - über Slowaken, Ungarn, Deutsche und Roma, über die seinerzeit in ukrainische und russische Gebiete...

Lange Pause + Gelesenes

Mein Sohn und Administrator und Lehrer in Sachen Website sagt mir immer wieder, eine Website muss gepflegt werden, lange Pausen sind kontraproduktiv. Aber es ist so heiss. Also Lesefrüchte: Gustav Seibt, Goethe und Napoleon, eine historische Begegnung, hat mir grosses Vergnügen bereitet, Blick von schräg unten, Detailaufnahmen und ungewohnte Zusammenfügungen des literarischen und historischen Materials renovieren das Bild von Klassik und französischer Besetzung. **** In Wolfram Siemanns Metternich-Büchlein (Metternich. Staatsmann zwischen Restauration und Moderne) hat mich vorweg die...

gelesen: Metternich - Staatsmann zwischen Restauration und Moderne

Von Wolfram Siemann ist seit längerem eine "große" neue Metternich-Biographie angekündigt (Beck-Verlag); der Erscheinungstermin wurde um zwei Jahre verschoben, als Vorkost ist ein kleines Büchlein erschienen: Metternich - Staatsmann zwischen Restauration und Moderne. Meine Kurzrezension dazu erscheint im Deutschlandradio Kultur.

gelesen: Wassili Grossmann

da ich nun schon auf Seite 620 bin,kann ich das Buch sehr empfehlen. Vorsichtig und ohne vorschnelle Parallelen verknüpft der Autor die Geschehnisse in Stalingrad - auf deutscher und russischer Seite und das Lagerleben - in KZs und im Gulag. Abgesehen davon denke ich jeden Tag daran, dass wir nicht frieren, nicht hungern, keine Granaten einschlagen und ich keine Angst haben muss, abgeholt zu werden.

gelesen: Peter Ackroyds Shakespeare-Biografie

zur Zeit bin ich in Berlin auf Urlaub. Das bedeutet, dass ich mir keinen Druck mache, viel im Schnee herumstapfe und die Ding etue, für die ich sonst keine Zeit habe. Ich geniesse den Schnee, schließlich bin ich in Österreich aufgewachsen. Und lese u.a. Peter Ackroyds Shakespeare-Biografie. Ein Genuss. Viele Vermutungen, vielleichts, könntes, aber so gekonnt, dass man den sich bewegenden Denkapparat spürt und die Spurensuche begleiten kann. *****

Grenzen der Hirnforschung

Das lange Wochenende nach Weihnachten habe ich u.a. genutzt, um Zeitungsberge abzuarbeiten. Da stiess ich in der dicken ZEIT auf das umfangreiche Dossier: "Wie kommt das Gute in die Welt?" Ausführlich wird gefragt, wieso sich Leute nicht so egoistisch verhalten, wie es die Forscher der letzten Jahrzehnte propagiert haben. Sieh mal an, es gibt also eine altruistische Hirnregion. Die Wissenschaftler sind um die ganze Welt gereist, um Beispiele für altruistisches Verhalten zu finden. Mir haben die historischen Beispiele gefehlt. Zum Beispiel sind Tausende Freiwillige aus unterschiedlichen...

Leipzig war lustig

Veranstaltungsort: Horns Erben, das war einmal eine Firma oder Fabrik ... man geht in einer dunklen Gegend eine dunkle Treppe hinauf, an dunklen Türen vorbei und tritt in den Saal ein, in dem es eine kleine Bühne, sehr helle Scheinwerfer, ein paar Stuhlreihen und eine Bar gibt. Die Sessel für Moderatoren und Autoren (jaja, auch -innen, vielleicht gar Moderierende und Autierende?) sind so tief und weich, daß ich versinke. Rechts von mir setzt sich Claudia Albert aufrecht an die Kante - alles ist Erfahrung. Links sitzt Ulrich Schneider, es ist ein Gespräch. Die Stunde war erstaunlich schnell...

Zugfahrt

eine neunstündige Zugfahrt von Wien via Prag nach Berlin - erstens fährt der Zug langsam genug, dass man noch etwas sieht, zweitens ist die Landschaft wunderschön und drittens konnte ich in Ruhe lesen. Das lag allerdings auch daran, daß ich ein 1. Klasse-Ticket hatte. Nachdem ich bei meinem ersten Versuch mit JMG Le Clézio gescheitert war, habe ich "Der Afrikaner" sehr genossen. Weniger begeistert war ich von dem Heft der Serie ZEIT-Geschichte über die Aufklärung, ich fands etwas banal, aber das liegt wohl daran, daß ich die Zeit (nicht DIE ZEIT) zu gut kenne. Bei der Hinfahrt und in Wien...

Vortrag in Leiden

Wissenschaft und Kunst nähern sich an, kokettieren miteinander, zumindest kooperieren die separierten Institutionen zunehmend öfter. Eine solche Veranstaltung findet am 2. September in Leiden, Niederlande statt. Ich werde dort und zwar am Instituut voor Culturele Disciplines, Universiteit Leiden, meine Gedanken zu dieser Entwicklung ausbreiten. Vortrag in englischer Sprache. http://hum.leidenuniv.nl/nieuws/conferenties-en-symposia/ratio-en-emotie.html

Nochmal Humboldts

Date: 

16.09.2010 - 19:32
Am Donnerstag, 16. September, lese ich im Kulturhaus Centre Bagatelle im Rahmen des Humboldt-Zyklus aus meinem Buch "Wahlverwandt und ebenbürtig Caroline und Wilhelm von Humboldt". Zeit 19.30 Adresse: Zeltinger Str. 6 13465 Berlin-Frohnau WorldCat • LibraryThing • Google Books • BookFinder

Gespräch über Liebe

Am 6. Mai habe ich die Ehre, mit zwei Professoren über die "Liebe in Zeiten des Umbruchs" zu sprechen. HU-Präsident Prof. Christoph Markschies und Humboldt-Editor Prof. Jürgen Trabant unterhalten sich mit mir über ... ja selbstverständlich Caroline und Wilhelm von Humboldt, aber nicht nur sie. Eingebettet in Fragen der Selbstvervollkommnung, der Zeit vor und nach Napoleon, Sinnlichkeit und Geist, Patriotismus und Judenfeindschaft und natürlich dem Interesse an Sprache, die erst gefunden werden muss. Ort: Senatssaal der Humboldt-Universität, Unter den Linden Zeit: 19 Uhr

Auftritte

Donnerstag, 14.1. las ich in der Buchhandlung Braun und Hassenpflug in Berlin-Zehlendorf, Fischerhüttenstrasse 79 Samstag, 23.1. diskutierte ich in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften mit Jürgen Trabant über die Liebe, die Ehe, Carolines Antisemitismus und nicht zuletzt das Humboldtsche Interesse für Sprache(n). Leider erst um 23.15, es war lustig und hat gefallen.

Thomasius-Club

Date: 

12.01.2011 - 21:00
Lesung und Gespräch Ort:Horns Erben, Arndtstr. 33 (am Südplatz), 04275 LeipzigDatum:12.01.2011Beginn:21:00Inhalt: Monatliche Gespräche über Bücher und Wissenschaft Moderiert von Claudia Albert und Ulrich Johannes Schneider LiteraturThomasiusclub Horns Erben, Leipzig , Mi, 12.01., 21 Uhr Locationfoto 'Horns Erben' Mit Hazel Rosenstrauch. Monatliche Gespräche über Bücher und Wissenschaft. Caroline und Wilhelm von Humboldt haben seit Beginn ihrer Bekanntschaft und ihr gesamtes 38-jähriges Eheleben hindurch mehrere hundert Briefe gewechselt. Die Berliner Kulturhistorikerin Hazel Rosenstrauch...

JUDEN NARREN DEUTSCHE. Essays zur deutschen und europäischen Erinnerungskultur. Wolfgang Benz im Gespräch mit Hazel Rosenstrauch

Date: 

24.03.2011 - 20:00
Information: lfbrecht.de/event/ zfa.kgw.tu-berlin.de/lebenszeugnisse_aktuell.htm Wo: Literaturforum im Brecht-Haus Adresse: Chausseestr. 125, 10115 Berlin (Mitte) Öffnungszeiten: 20.00 Uhr Wann: Donnerstag, 24.03.2011 via Lebenszeugnisse: „Juden Narren Deutsche“. Essays zur deutschen und europäischen Erinnerungskultur. Wolfgang Benz im Gespräch mit Hazel Rosenstrauch - Veranstaltungsdetails - Berlin.de .

Zeitung der Alma Mater Berolina

In der Zeitung der Humboldt-Universität unter Buchtipp schreibt Angelika Keune u.a. ""Dieses Buch lebt von den Widersprüchen: von den Widersprüchen seienr Protagonisten und den Widersprüchen ihrer Zeit, denen sie sich stellen müssen und wollen. ... Rosenstrauch umkreist Themen, die sie mit Briefzitaten und Handlungen belegt - oder widerlegt, wie Partnerschaft, Patriotismus, Haltung zum Judentum, Reformversuche, Karriere, Individualität und Untertanengeist. Sie zeigt das Changieren der beiden zwischen individuellem Sein und öffentlich hergezeigtem Schein"

Zwischentöne

Was ich zur Sendung vom 8. Mai nachtragen wollte. Erstens, da Musik und Texte aus urheberrechtlichen Gründen nicht ins Internet gestellt werden können, hier der Text von Peter Ahorner, gesungen von den Strottern: wean du schlofst/gaunz aundas/wean, du schlofst/fü tiafa. /Wean, du schlofst/ wia r a boimkazzal/auf an grammeschmoizzbrod/daun fasinkst/gaunz laungsaum/ois boimkazzal/em grammeschmoizzbrod/ und dann draamst/fon bfingstn/des scho wieda daham fakummt/ und du draamst/fun ana südwestaraketn/em gnack fun ana oidn frau. siehe unter: Die Strottern, Jazzwserkstatt Wien &nbsp;

Lesung in Chemnitz

Date: 

14.03.2011 - 19:00
Am 14. März bin ich von HerrnDziuballa ins Restaurant Schalom in Chemnitz eingeladen und werde dort aus meinem Buch JUDEN NARREN DEUTSCHE lesen. Beginn 19 Uhr. Die genaue Adresse kenn ich noch nicht, aber die Stadt soll sehr übersichtlich sein und das Restaurant in der Nähe des Bahnhofs liegen. www.schalom-chemnitz.de Telefon, 0371 69 57 769

und übermorgen in Leipzig

Date: 

12.01.2011 - 21:00
das ich ja vor allem aus dem 18. Jahrhundert kenne. Ich habe seinerzeit, als die Stadt noch in der DDR lag, viel dort geforscht, weil ich mich mit dem Buchhandel im 18. Jahrhundert beschäftigt hat. Diesmal aber bin ich da: http://www.thomasius-club.de/ Zu Gast am 12. Januar 2011:Hazel Rosenstrauch Caroline und Wilhelm von Humboldt haben seit Beginn ihrer Bekanntschaft und ihr gesamtes 38-jähriges Eheleben hindurch mehrere hundert Briefe gewechselt. Die Berliner Kulturhistorikerin Hazel Rosenstrauch entwirft aus der Analyse dieses Materials in ihrem Buch Wahlverwandt und ebenbürtig ein...

Substantivgebirge und sprachliche Fertigteile

Date: 

17.01.2011 - 09:00
Es soll sich ja Einiges an den deutschen Hochschulen ändern, junge Wissenschaftler beiderlei Geschlechts werden angeregt, sich fortzubilden, sie lernen den Umgang mit Techniken und Technik der Kommunikation, wie die Lehre und auch Vortragen und Schreiben verbessert werden können. Für Letzteres sind Pedro (Peter Gößwein) und ich zuständig, der nächste Kurs findet morgen, 17.1. von 9 - 17 Uhr statt, die Gruppe ist sehr heterogen. Ich hatte die Teilnehmer gebeten, mir Texte zu schicken und habe eine Liste mit den beliebtesten sprachlichen Krücken in Academia zusammengestellt. Dass die Sätze viel...

Leipziger Messe

Date: 

18.03.2011 - 20:00
Nachricht von der Verlegerin Lisette Buchholz: Freitag, 18. März, 20 Uhr (! Prime time, besser geht’s nimmer) in der Alten Nikolaischule direkt neben der Nikolaikirche. Hazel Rosenstauch liest aus: JUDEN NARREN DEUTSCHE Kommentar Hazel Rosenstrauch: Die Nikolaischule ist ein wunderschöner Ort, ich freu mich und es ist mir eine grosse Ehre. Schon wegen meiner alten Verbindung mit Leipzig, das ich mal meine geistige Heimat nannte - allerdings das Leipzig des 18. Jahrhunderts. Und da ich ein hübsches Quartier hab, gehen wir nachher zu "uns", Details werden nach der Veranstaltung bekanntgegeben.

Studentenbewegtes + intelligente Frauen

Vorige Woche habe ich dem Archivar des Amsterdamer IIAS meinen Koffer mit 68er Kram gegeben, ich werde keine Veteranengeschichten schreiben und schleppte dieses Trumm seit Jahren mit mir. In der Hauptsache sind es Flugblätter, Broschüren, Zeitschriften, zumeist aus den Jahren 66 und 67. (Ich habe in Berlin kein vertrauenswürdiges Archiv gefunden.) Was haben wir nicht alles diskutiert und thematisiert und praktiziert. In den Unterlagen war auch eine Zeitschrift “ergo” mit der Titelgeschichte: Angst vor intelligenten Frauen. Schon damals – mir fiel ein, daß mir die Emanzipation der Männer aus...

Fanny Hensel

Gestern bin ich mit dem Buch von Peter Härtling über Fanny Hensel, geborene Mendelssohn fertig geworden. Leider ziemlich oberflächlich und mit einigen Fehlern, ich will ja nicht beckmessern, aber wenn er die Kreise beschreibt, die zu Besuch kamen, absichtlich keine Jahreszahlen nennt und dann z.B. “die Varnhagens” und Prinz Louis Ferdinand gleichzeitig anwesend sein läßt, muß ich doch meckern. Außerdem tendenziell selbstgefällig im Ton und wenig Kontext. Schade.

Die Grazie der Intellektuellen.

Natascha und der Faktor S.

ISBN: 

978-3924652241

Type: 

Publishing date: 

1995

Publisher: 

persona verlag

Natascha und der Faktor S. sind Gedächtnisspuren aus einem Film, den die Erzählerin in den sechziger Jahren in den USA gesehen hat. Sie versucht, sich zu erinnern, und landet nach vielfältigen Erfahrungen z.B. während der Studentenbewegung in Berlin im Internet. Ein Erinnerungsbuch der dritten...

Erstaunter Blick zurück

Edith Rosenstrauch-Königsberg 1921-2003

ISBN: 

978-3901602238

Type: 

Publishing date: 

2004

Publisher: 

Theodor-Kramer-Gesellschaft

Das Buch gibt Einblick in das Leben und die Forschungstätigkeit von Edith Rosenstrauch-Königsberg und stellt mit einigen ihrer eigenen Texte und mit den Briefen, die zwischen den exilierten Kindern und den in Wien verbliebenen Eltern gewechselt wurden, ein erschütterndes Zeitdokument dar. Als...

Aus Nachbarn wurden Juden.

Ausgrenzung und Selbstbehauptung 1933-1942

ISBN: 

978-3887470494

Type: 

Publishing date: 

1988

Publisher: 

Transit

Publishing House: 

Das Buch entstand anläßlich einer Ausstellung zum 50. Jahrestag der Novemberprogrome 1938 im Berliner Mehringhof. Die Ausstellung tourte in den folgenden Jahren durch mehrere westdeutsche und österreichische Städte, es gab zahlreiche Begleitveranstaltungen und oft heftige Diskussionen (damals...

Brückenschlag per Sprache

Schreiben Denken Lesen Reden an der Universität

ISBN: 

978-3825861681

Type: 

Publishing date: 

2002

Publisher: 

Lit Verlag, Hamburg

Publishing House: 

Die hier zusammengetragenen Artikel ranken sich um das wissenschaftliche Schreiben. Aus unterschiedlichen Perspektiven blicken sie in die Universität, sie spiegeln den Prozess des Schreibens ebenso wie die studentische Projektarbeit. Bei der Lektüre werden Sie das Geschehen einmal aus sicherer...

Varnhagen und die Kunst des geselligen Lebens.

Eine Jugend um 1800. Biographischer Essay

ISBN: 

9783931109509

Physical description: 

kartoniert, 223 Seiten mit Illustrationen

Type: 

Publishing date: 

2003

City: 

Edition: 

1. Auflage

Publisher: 

Das Arsenal, Berlin

Publishing House: 

Varnhagen

Karl August Varnhagen ist meist nur noch bekannt als Mann seiner berühmten Frau, als “Witwe” und Nachlass-Pfleger der Rahel und ihres legendären “jüdischen Salons”. Zu unrecht: Er war ein liberaler, kosmopolitischer “homme de lettres”, Feuilletonist, Kritiker, Sammler, Briefschreiber, Erfinder...

Auch wenn Buchhändler sagen, das Buch sei nicht erhältlich es ist noch im Handel, aber nicht im Barsortimenter-Katalog. Sie können es über den Online-shop  

http://www.buchladen-bayerischer-platz.de/ bestellen oder telefonisch bei...

Beim Sichten der Erbschaft.

Wiener Bilder für das Museum einer untergehenden Kultur

ISBN: 

978-3924652197

Physical description: 

183 pages

Type: 

Publishing date: 

1992

Edition: 

2

Publisher: 

persona verlag

In Wien, das sehr weit weg von Deutschland und nahe an Prag liegt, stößt Hazel Rosenstrauch nach mehr als zwanzig Jahren Abwesenheit auf letzte Spuren ihrer "politischen Stammeskultur": Es sind Ex-Kommunisten, die sich nach der Zerschlagung des Prager Frühlings rund um die Zeitschrift "Wiener...

zurückgebliebene Jungs?

Heute war in dieser Mittagssendung, in der Leute wie Du und ich anrufen können, die Frage im Programm, sollen Jungs extra gefördert werden - weil sie ja in der Schule, wie viele Untersuchungen beweisen, hinter den Mädels zurückbleiben. Da war von männlichen Erziehern und Lehrern die Rede und männliche Bedürfnisse wurden benannt - Raum greifen, Jungs seien eben mehr auf praktische Dinge orientiert, sie müssen sich körperlich austoben usw. Die Frau, die es nicht schade fand, wenn Jungs ihre speziellen männlichen Eigenschaften nicht gefördert bekommen, nachdem "Männer diese Welt an die Wand...

Gastbeitrag zu Ägypten

Ein Gastbeitrag von Helke Sander, die dies an verschiedene Freundinnen, Freunde und Redaktionen geschickt hat: Sehr geehrte Damen und Herren, ich möchte Sie bitten, bei Ihrer Berichterstattung über Ägypten auch besonders auf die Lage der Frauen einzugehen, bzw. diese zu Wort kommen zu lassen. In welcher Form sind sie beteiligt? Organisiert oder nicht? Wie wird ihre Mitarbeit aufgenommen? Welche Infrastrukturen schaffen sie sich? Welche Kritik von ihnen gibt es? Ich möchte nur daran erinnern, dass Frauen die iranische Revolution ganz wesentlich mit bestimmt haben. Sie waren aber die ersten,...

zerrissene Jeans

So ganz läßt sich das Einkaufen um diese Jahreszeit nicht vermeiden und so komme auch ich in Warenhäuser und Shops und alle Jahre wieder wundere ich mich, wieso Leute für eine Hose mit Löchern nicht nur zahlen, sondern sogar mehr zahlen als für ein unversehrtes Kleidungsstück. Die maschinell erzeugten Designer-Stücke haben mich stets besonders verwirrt. Gestern hat mir mein Freund Thomas Diecks eine einleuchtende Erklärung geliefert. Die Löcher sind in einer Gesellschaft, in der Menschen (im Unterschied zu S-Bahnen) perfekt funktionieren müssen, ein Signal es Ausbruchs. Ein klitzekleiner...

Mannheimer Morgen 04. September 2010 Stachelig unbequem

Stachelig unbequem Von unserem Mitarbeiter Harald Loch Mannheimer Morgen 04. September 2010 Im verstörendsten Text aus Hazel Rosenstrauchs Essaysammlung geht es um die Erinnerungstafeln im Bayerischen Viertel in Berlin. Das Bezirksamt Schöneberg hatte im Jahre 1993 achtzig Gedenktafeln an einige der jüdischen Bewohner des Viertels anbringen lassen, das vor 1933 von Tausenden Juden bewohnt war. Unter der Überschrift "Erinnern und erinnert werden" geht die "nichtjüdische Jüdin", wie sich Rosenstrauch nennt, der Frage nach, ob man bei der Anbringung der Tafeln daran gedacht habe, dass auch Juden...

Clownskurs

Mein vierter oder fünfter Clownskurs, diesmal bei dem berühmten Philippe Gaulier. Seltsame Methoden - chauvinistisch, reaktionär, basierend auf Denunziation und Runtermachen der Leute. Er unterrichtet seit 40 Jahren merkwürdig diese schwarze Pädagogik. Ich hab abgebrochen und geh nun doch nochmal hin, mal sehen, welche Art Clown da hervorschaut.

Zentrum für Hochschullehre

Die Workshopangebote des Berliner Zentrums für Hochschullehre Wintersemester 2010/2011 sind gedrucktund verschickt. Darin finden Interessierte auf Seite 27 das Angebot "Überzeugend formulieren in Wort und Schrift", also einen workshop, den ich zusammen mit Peter gößwein anbiete, Termine: 17. Januar und 7. Februar 2011 im Seminarraum BZHL Franklingstrasse 28/29 in 10587 Berlin. Details unter www.bzhl.tu-berlin.de

NZZ

Nachdem Ende Juni in der NZZ eine sehr lapidare Besprechung erschienen ist, die den Verdacht weckte, der Autor hätte das Buch nur vorn und hinten kurz aufgeblättert, bekomme ich heute die Besprechung von Manfred Koch in der NZZ am Sonntag vom 30. August. "Es ist schade, dass Rosenstrauch um der möglichst vollständigen Darstellung aller Lebensstationen und Begegnungen willen [...] Humboldt Sprachphilosophie nicht ausführlicher behandelt. Die Voraussetzungen dafür, sie besser von der Biografie her verstehen zu können, hat sie jedenfalls geschaffen."

NDR Longlist

Pressemeldung: “Mit mehr als 350 eingereichten Titeln haben sich über 130 Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an dem in diesem Jahr erstmals ausgeschriebenen Wettbewerb beteiligt.” Wahlverwandt und ebenbürtig steht auf Platz 16, nach Herfried Münkler und vor Rüdiger Safranski Ende September werden die Preisträger genannt, der 1. Preis wird mit € 10.000,- Platz 2 und 3 mit je € 2.000,- belohnt.

Rezension von Ingrid Mylo Glanz und Elend, eine Literturzeitschrift im Netz

"Verstellung, Tücke, Argwohn, Betrug": Wilhelm von Humboldt hatte eine hübsche Meinung von sich. Oder wollte, daß andere sie haben. Wenn einer sich selbst der Täuschung bezichtigt: wie schwer muß es da sein, hinter dem Spektakel aus Ablenkungsmanövern und falschen Fährten die echte Person zu erkennen. Welche seiner Aussagen ist wahr, welche Selbstinszenierung? Was ist zudem, seit seinem Tod, an Mythenbildung betrieben worden, wie viele Zerrbilder, wie viele Unterschlagungen haben Humboldt am Zeug geflickt? Aus einem Dickicht von Aufzeichnungen, Berichten, Stellungnahmen und Spekulationen hat...

Die Zeit

Elisabeth von Thadden zieht in ihrer Besprechung, die eigentlich ein Essay über "Paare, frei und gleich" ist eine Verbindungslinie von Caroline und Wilhelm von Humboldt zu Hannah Arendt und Heinrich Blücher. Eine wunderbare Assoziation und ein größeres Kompliment kann ich mir kaum vorstellen! "Hazel Rosenstrauch ... hat mit ihrer Doppelbiografie des Ehepaars Caroline und Wilhelm von Humboldt eine Art Reiseführer in Europas Moderne geschrieben, für Angstlose, abenteuerlich gut, auf geradezu erholsame Weise geistreich, ein sehr politisches Buch, hinreißend gestaltet obendrein. Ein Buch über die...

Resonanz "privat"

Prof. Wolfgang Frühwald schreibt mir “… Ihnen ist mehr als ein Sittengemälde gelungen, mehr auch als ein Zeitporträt, nämlich die Darstellung einer auf Klugheit und Freundschaft beruhenden Liebe, etwas, das sehrselten vorkommt im Leben. Ich komme ins Schwärmen …” und Jürgen Lodemann: “… bin ich nun mitten im Humboldt-Leben, just fängt er an, das Baskische zu entdecken und hat kapiert und akzeptiert, was Freund Schiller ihm steckte, dass seine Sprache zu schwerfällig sei, als dass er je Schriftsteller werden könne oder solle – ja, zu schwerfällig ist sie und um so mehr bewundere ich die...

Haus Dacheröden

Nach langer Renovierung wird Anfang September in Erfurt das Haus Dacheröden eröffnet - also das ehemalige Palais jener Familie, aus der die spätere Caroline von Humboldt kam. Es wird ein Ort für kulturelle Veranstaltungen und Caroline ist so etwas wie die Patin. Man hat mich aus diesem Anlaß eingeladen, am 11. September ab 17 Uhr werde ich über Caroline von Dacheröden, verheiratete Humboldt erzählen.

Rahel Salamander bespricht

Hazel Rosenstrauch: Wahlverwandt und ebenbürtig Caroline und Wilhelm Humboldt. (Eichborn, Frankfurt/M. 333 S. 30 Euro). Ein außergewöhnliches Ehepaar, seiner Zeit weit voraus. Er, einer der Großen in Goethes und Schillers Umfeld, sie, Mutter seiner fünf Kinder und ihm ebenbürtige Partnerin. Ein faszinierendes Buch über eine moderne Beziehung. ( Rahel Salamander in der Welt )

Claudine Borries

Claudine Borries hat eine Rezension für Amazon und für literatur.de geschrieben, an der mich ganz besonders das "hervorragend recherchiert" erfreut hat. "Wer sich mit den Ursprüngen unserer freiheitlichen und rechtlich aufgeklärten Gesellschaft befassen möchte, der findet in diesem Buch Anregung und Inspiration. Gut zu lesen, klug und einfühlsam geschrieben und hervorragend recherchiert bildet die Biographie zusammen mit einem ausführlichen Anhang eine ausgezeichnete Grundlage zur Erweiterung des eigenen Wissens. Die feine, bibliophile Aufmachung des Buches aus der Reihe „Die andere...

Jens Brüning in Radio Bremen

schon eine Weile her, aber jetzt erst von mir eingetragen Jens Brüning für NORDWESTRADIO / Radio Bremen LITERATUR / Dr. Harro Zimmermann Länge: 3’54 Sendung: 03. Juli 2009. Hazel Rosenstrauch „Wahlverwandt und ebenbürtig – Caroline und Wilhelm von Humboldt“, Die Andere Bibliothek. Herausgegeben von Klaus Harpprecht und Michael Naumann. 334 Seiten mit zahlreichen schwarz-weiß-Abbildungen im Anhang, Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2009, € 30.00 Moderationsvorschlag: Wilhelm von Humboldt war preußischer Staatsmann und Reformer, Sprachforscher, Philosoph und Feingeist. Er führte vierzig Jahre...
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